Porträt

laut.de-Biographie

Antimatter

Die Gründung von Antimatter ist 1997 eher ein Zufall als ein geplanter Schritt. Gitarrist und Sänger Mick Moss hat zu der Zeit ein paar musikalische Ideen gesammelt, die alle sehr dunkel, melodisch, aber auch minimalistisch ausfallen. Ähnliches trifft auf den ehemaligen Anathema-Bassisten Duncan Patterson zu. So beschließen sie, zusammen die Band Antimatter zu gründen.

Nachdem sich in England kein Label für die Musik der beiden interessiert, hilft einmal mehr der Zufall, der den Kontakt zum australischen Label Icon Records herstellt. Dort erscheint 2001 das Debüt "Saviour". Die Instrumentierung teilt man sich. Moss übernimmt bei zwei Songs den Gesang. Den Rest singen Michelle Richfield (Ex-Dominions) und Hayley Windsor.

Das Label erweist sich aber als außerstande, die Scheibe anständig zu vertreiben. So kommt es nach langem Rechtsstreit 2002 zur Neuauflage über Prophecy Productions. Während auf der Tour noch Danny Cavanagh (ebenfalls von Anathema) die beiden unterstützt, sind die Mädels nicht dabei. So stemmt Mick den Gesang im Alleingang.

Als es 2003 wieder ins Studio geht, übernimmt Mick deutlich mehr von den Gesangslinien, auch wenn Michelle und Hayley ebenfalls wieder mit von der Partie sind. Noch bevor das zweite Studioalbum erscheint, veröffentlicht Duncan über sein eigenes Label Strangelight die Akustik-CD "Live At K13, Lille", welche sie 2002 auf der Tour mitgeschnitten haben.

Kaum ist "Lights Out" auf dem Markt, gehen Antimatter in Europa, den Staaten und Indien auf Tour. Für ihre eingeschworenen Fans veröffentlichen sie im selben Jahr noch jede Menge Demos und ursprüngliche Versionen bekannter Songs unter dem Titel "Unreleased 1998-2003". Die Scheibe gibt es zum kostenlosen Download.

Obwohl es mit der Band gut voran geht, entschließt sich Duncan 2004 dazu, bei Antimatter auszusteigen und sich voll und ganz auf sein Projekt Ion zu konzentrieren. "Planetary Confinement" ist das letzte Album der beiden, das sie weitgehend getrennt voneinander aufgenommen haben. Moss kündigt nach der Veröffentlichung 2005 an, er werde von nun an allein an der Band arbeiten und bei Bedarf eben auf Gastmusiker zurück greifen.

Der Gesang stammt fortan allein aus seinen Lungen. Dieselben Musiker, die bereits bei seinen Songs auf "Planetary Confinement" zu hören waren, spielen auch "Leaving Eden" ein. Neben Violinistin Rachel Brewster sind das Basser Ste Hughes und Drummer Chris Phillips. Als besonderer Gast ist einmal mehr Danny Cavanagh dabei.

Aus welchem Grund auch immer scheint der deutsche Rapper Bushido Gefallen an Antimatter gefunden zu haben. Der entwendet seine Samples nämlich nicht nur bei Dimmu Borgir und Dark Sanctuary, sondern auch bei den Briten. Sowohl "Sonnenbank Flavour", als auch "Von Der Skyline Bis Zum Bordstein Zurück" wurden komplett geklaut.

Ende 2008 stellt Moss eine Tour unter dem Banner "An Evening With Antimatter, Anathema And Ion Music" auf die Beine. Moss und Duncan gehen tatsächlich noch einmal gemeinsam auf Tour. Gleichzeitig arbeitet ersterer sowohl am fünften Studioalbum als auch an der Doppel-CD "Alternative Matter", die einen Überblick der letzten zehn Jahre bieten soll.

Zuvor erscheint über Moss' eigenes Label Music In Stone die Liveaufnahme "Live@An Club", die auf der Tour mit Duncan mitgeschnitten wurde. "Alternative Matter" erscheint erst Ende 2010, dann aber als limitierte 4-CD-Box mit dickem Booklet. Bei den Songs handelt es sich um Remixe, Demo- oder Akustikversionen. Wirklich neues Material gibt es erst wieder 2012 mit "Fear Of A Unique Identity".

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