Porträt

laut.de-Biographie

André Walter

Ein gewöhnlicher Arbeitstag von André Walter führt ihn in sein Studio, wo er sich zwischen dutzenden Geräten verschanzt und an neuen Technotools bastelt. Zumeist geht dann irgendwann einmal die Tür auf und Chris Liebing kommt herein. Gemeinsam bilden die Beiden ein Produzentengespann, das sich zu Gute halten darf, den Begriff Schranz zuerst erfunden und in der Folge maßgeblich geprägt zu haben. Dunkle Groovewalzen, die alles platt machen, was sich ihnen in den Weg stellt, prägen auch Walters Soloreleases.

Ein ums andere Mal kommt der bekennende Horrorfilm-Fan auch im Studio durch und baut an seinen Synthesizern bedrohlich Soundwände auf. Kein Wunder, dass Walter die kanadische Formation Skinny Puppy wie die englische Formation Cabaret Voltaire zu seinen Lieblingen zählt und auch wuchtigen Gitarrenakkorden à la Motörhead nicht als abgeneigt ist. Seit 1994 zieht er mit Liebing an einem Strang und betreibt mit ihm die Labels Stigmata und CLR-Records - Insitutionen in Sachen Schranz.
Die legendäre "Stigmata"-Serie wäre ohne Walter genauso undenkbar, wie andere längst klassisch zu nennende Produktionen von Chris Liebing. Solo geht André Walter einen deutlichen Schritt hin zu einem Klangdesign, das eine Vorliebe für Soundtracks offenbart. "Dark Listening Vol. 1" heißt konsequenterweise auch Walters erster Longplayer, der 2005 auf Stigmata erscheint.

Gleichzeitig ruft der gefragte Produzent mit Wicca sein eigenes Label ins Leben, auf dem er exklusiv eigene Tracks veröffentlicht. Den Anfang macht seine EP "Sam Hain", vielleicht ein Verweis auf die Metal-Band gleichen Namens. In den 90ern unter den Pseudonymen Holocube und Aquaform bereits auf Harthouse, Eye Q und Overdrive zu Gast, ist der Longplayer "Dark Listening Vol. 1" die bisher ambitionierteste Produktion von André Walter. Die Platte weist ihn einmal mehr als kompetenten Studiofreak für dunkel anrückende Techno-Tools aus.

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