laut.de-Biografie
Afghan Whigs
Ende der achtziger Jahre beschloss der halbirische Querkopf Greg Dulli, sich nicht länger in Kneipen rumzuprügeln, sondern seinem Frust Melodie zu geben. In Cincinnati trommelte er seine gleichgesinnten Kumpels zusammen, und sie wurden die Afghan Whigs. Gregs Faible für R'n'B und Soul-Musik sollte den entscheidenden Leitfaden bilden, der sich fortan durch die melancholisch-nachdenklichen Songs der Perücken webte und den eigentümlichen Soundmix der Band ausmacht.
Noch vor der Zeitrechnung des Grunge wurden die Whigs beim Kultlabel Sub Pop gesignt. Die Veröffentlichung von Nirvanas "Nevermind" führte zu einem globalen Massenkauf aller Silberscheiben mit dem Markenzeichen Sub Pop und auch Dulli und seine Mannen profitierten davon.
Daraufhin landeten die Afghan Whigs unverdienterweise in der seltsamen Schublade des des Soul-Grunge. Wo sie doch wirklich nur bittersüße Popsongs schreiben und versuchen, dem sterbenden amerikanischen Rock'n'Roll eine Lebenserhaltungsmaschine zu sein. Im Frühjahr 2001 erklärte die Band ihre Auflösung, Sänger Greg Dulli ist fortan bei den Twilight Singers aktiv.