Porträt

laut.de-Biographie

Adam F

Adam Fenton wächst als Sohn der Glamrock-Legende Alvin Stardust in Liverpool auf. Seit 1973 treibt er dort sein Unwesen, bereits als 15-Jähriger ist er als Keyboarder mit The Moody Blues auf Tournee. Gleichzeitig versucht er in mehreren Funk- und Soulbands sein Glück als Livemusiker. Fortuna küsst ihn aber erst, als er sich vom musikalischen Einfluss des Vaters gelöst hat. Anfang der 90er bekommt er Zugang zur Londoner Drum´n´Bass-Szene. Er legt eine Zeit lang als DJ bei den berüchtigten Metalheadz-Nächten im "Blue Note"-Club auf und veröffentlicht einige Jungle-Tracks auf Vinyl.

"The Bible", eine seiner ersten erfolgreichen Aufnahmen aus dieser Zeit, verschafft ihm die nötige Präsenz. Er lernt die richtigen Leute kennen und arbeitet mit ihnen an seinem ersten Album "Colours". Nicht nur Dank der Hilfe von Goldie, Roni Size, Tracey Thorn (Everything But The Girl) und Ronnie Jordan sahnt das Album richtig ab und macht Adam F über Nacht zum international gefragten Act. "Colours" entpuppt sich als wegweisend und wird als eine der wichtigsten Veröffentlichungen seines Genres gehandelt.

Mit dem Album im Gepäck tourt er die kommenden Jahre ausführlich mit seiner Live-Besetzung. Dabei kommen auf der Bühne (fast) keine Playbacks zum Einsatz. Im Drum'n'Bass keine so einfache Aufgabe, die seine Kollegen an Schlagzeug, Trompete, Sax, Flöte, Bass, Gitarre und Keyboards perfekt meistern. Der Kick an seinen Performances aber sind die MCs, die auch bei LTJ Bukem oder Intense eine wichtige Rolle spielen.

"Viele Leute sehen mich als Drum'n'Bass – Produzenten, aber ich selbst sehe mich schlicht als Produzent. Ich liebe Drum'n'Bass, Funk, Hip Hop, Electro – und wer sich 'Kaos' anhört, wird das alles darin entdecken". Tatsächlich wechselt Adam F mit seiner zweiten Veröffentlichung radikal das Lager. "Kaos" wartet mit cineastischem Hip Hop und LL Cool J, CNN, Beenie Man, Pharaoh Monch, Redman, M.O.P., De La Soul, Lil Mo und Guru als Gästen auf. "Auch wenn dies ein Hip Hop-Album ist, findet man hier die Spannung und Atmosphäre, die man auch bei Drum'n'Bass hört" meint Adam dazu, vergrault mit dem hippen Bombast-Hop aber erst mal seine bisherigen Fans. Von der Rap-Gemeinde wird "Kaos" gut aufgenommen und auch LL Cool J ist voller Begeisterung: "Ich denke, Adam F hat das Potential, ein neuer Dr. Dre zu werden." Ob das Chamäleon Adam F das auch will, bleibt abzuwarten.

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