Porträt

laut.de-Biographie

Abroo

Abroo, 1977 im damals ostdeutschen Halle an der Saale geboren, war schon lange vor seiner aktiven Solokarriere von Hip Hop fasziniert. Bereits zu Beginn der 90er stellt Andreas Biernat fest, dass es Verschwendung wäre, lediglich Reime von US-Größen neu einzurappen, wenn man doch selbst das Zeug zum Schreiben hat. Vorher muss seine Familie, oder das, was davon übrig bleiben soll, allerdings herbe Tiefschläge einstecken.

Nach der Wende - Abroo wurde zu jener Zeit in Berlin zum Leistungssportler gedrillt - zieht die Familie ins niedersächsische Lemgo, wo sie bis heute lebt. Allerdings ohne ihr Oberhaupt - der Vater des Rappers macht sich aus dem Staub und überlässt es Abroo, sich um seine schwer behinderte Mutter zu kümmern. Grund genug für Vorwürfe der bittersten Art, findet der Junge, und schickt ihm Jahre später den Hasstrack "Kopfgeld" via Internetdownload hinterher.

1997 veröffentlicht der damals Zwanzigjährige seine erste EP als Mitglied der Gruppe Companee, es folgen weitere Projekte unter dem Arbeitstitel Battledrones. 2002 bringt der Rapper dann sein erstes richtiges Soloding auf den Markt: "Augenblick" erregt ordentlich Aufsehen, auch bei etablierten Größen wie Moses Pelham und Separate, der Abroo prompt auf seinem Mainzer Label Buckwheats unter Vertrag nimmt. Mit ihm und Caspar gründet er die Crew Kinder des Zorns, die ein wahnwitziges Untergrundalbum auf den Markt schmeißt. "Rap-Art-War" bildet auch den musikalischen Grundstein für die 2005er-Bombe "Teenage Mutant Horror Show" des Crewhomies Prinz Porno. Vorher erscheint allerdings noch die EP "Nichts Zu Verlieren".

Mittlerweile fest als Nummer Zwei des Labels etabliert, steuert Abroo nicht nur zu Separates Alben ("Überleg Dir Was Du Sagst", "1. Liga ft. Prinz Porno", "Zahltag", "Separate Und Abdel", "Die Jagd Auf Den König") und natürlich dem Buckwheats-Sampler Features bei, sondern auch zu bereits erwähntem "TMHS" von Prinz Porno und "Geteiltes Leid 2" von Moses Pelham. Dennoch bleibt genug Zeit, die Soloarbeit voranzubringen. Abroos gesammelte Ergüsse erscheinen 2005 als Mixtape unter dem Namen "Das Spiel Ist Aus".

Der erste große Wurf folgt bereits ein Jahr später: Das zweite reguläre Studioalbum erscheint im September 2006, trägt den kunstvollen Titel "Zwischen Liebe Und Hass" und führt neben hochkarätigen Produzenten wie Monroe, Shuko und Djorkaeff auch Sean Price von der legendären Boot Camp Clik als Featuregast ins Feld.

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