laut.de-Kritik

Diese Platte braucht, was heutzutage kostbar ist: Zeit.

Review von

Nach Tourneen, Klagen, Ungewissheiten, Morddrohungen und Leak-Heists auf Reddit erscheint nun mit "Fear Inoculum" das wohl meist erwartete Album 2019. Dass Tool dreizehn lange Jahre benötigten, um "10,000 Days" einen Nachfolger zu bescheren, war nicht nur den vielen Schwierigkeiten, sondern auch dem Perfektionismus der Band aus Los Angeles geschuldet. So ging den Aufnahmen, die im März 2018 begannen, ein rund fünfjähriger Prozess des "kontinuierlichen Jammens, Schichtens und Verfeinerns" voraus, sagte Drummer Danny Carey kürzlich dem Metal-Magazin Kerrang. Am Ende bleiben 7 Tracks und 85 Minuten Spielzeit.

"Fear Inoculum" dreht sich um die Zahl 7 und erweist sich als das bis dato komplexeste Album von Tool. Es benötigt einige Durchgänge, um den vielen atemberaubenden Takt- und Rhythmus-Wechseln folgen zu können. Die ziehen sich vor allem durch die bereits live gespielten Songs "Descending" und "Invincible". Die erstgenannte Nummer, die mit Meeresrauschen beginnt und abschließt, geht nach einem langen, ruhigen Spannungsaufbau, der sich in einem kraftvollen, von Adam Jones' Gitarre dominierten Mittelteil entlädt, in der letzten Hälfte in eine atmosphärische Passage über, die sich stark an "Reflection" orientiert und in der größtenteils Elektronik im Vordergrund steht.

Die nahm noch nie so viel Raum ein wie auf dieser Platte. Das hört man sehr deutlich in "Pneuma", das in der Mitte verspielte Synthesizer durchziehen, die zwar 70er-Jahre-Flair versprühen, aber mitunter etwas kühl und steril anmuten, was sich auch auf den Klang des wieder einmal von Joe Barresi produzierten Werkes übertragen lässt.

Jedenfalls greifen die Kalifornier in "Pneuma" ebenso auf frühere Versatzstücke zurück. So halten immer wiederkehrende Gitarren-Motive in Anlehnung an "Schism" das Stück zusammen, was der Zugänglichkeit nicht schadet. Die begleitet Justin Chancellor mit seinem prägnanten, düsteren Bass-Spiel.

Gerade die Zehn- bis Fünfzehn-Minüter, die Tool vor Release nicht live präsentierten oder vorab veröffentlichten, bieten ein paar musikalische Anknüpfungspunkte, die helfen, sich mit "Fear Inoculum" besser zurechtzufinden, obwohl es ihnen an abenteuerlichen Breaks ebenfalls nicht mangelt. Jedenfalls durchkreuzen "Culling Voices" und "7empest" immer wieder treibende Heavy-Passagen, nur um wenig später wieder mehr Ruhe zu verströmen.

Generell zeichnet "Fear Inoculum" ein insgesamt recht entschleunigter Charakter aus, ohne dass man die Intensität früherer Platten vermisst. Tool lassen sich sehr viel Zeit, ihre Songs aufzubauen, geben ihnen aber gerade deswegen mehr Luft zum Atmen als bisher. Auch Maynard James Keenans Gesang fällt viel verhaltener, teilweise melancholischer aus als sonst und fungiert als ein weiteres Instrument. Das macht sich besonders in "Culling Voices" bemerkbar, das in der ersten Hälfte recht ambient und sakral anmutet. Nach einem dynamischen Bass-Einsatz übernehmen dann schließlich schwere Gitarren endgültig das Ruder.

Ganz anders das vom Aufbau an "Pushit" gemahnende "7empest", das Keenan mit seinen wütenden Ausbrüchen bereichert. Es ist das epische Finale eines Albums, das sich nur schwer fassen lässt, jedoch vieles vereint, für was die Band steht. Graham Hartmann von der Loudwire schrieb vor wenigen Wochen in seiner Review sogar, der Track sei "das Beste, was Adam Jones jemals aufgenommen hat".

So weit muss man nicht gehen, doch zieht Jones zwischen melodisch alternativen und metallisch schweren Riffs und einer Menge Gefrickel sämtliche Register seines Könnens. In der Mitte ertönt sogar ein rund vierminütiges Solo von ihm. Das leitet in einen ungestümen Gesangs-Part Marke "Hush" über. Danach treiben die Kalifornier das Wechselspiel zwischen instrumentaler Wucht und proggiger Experimentierfreude noch einmal grandios auf die Spitze.

Da verkommt das von Danny Carey bereits live aufgeführte Synth-Instrumental "Chocolate Chip Trip", das sich davor befindet, zum Beiwerk, obwohl er sogar ein langes Drum-Solo beisteuert. Damit zollt er Jazz-Musiker Billy Cobham, der einst mit Miles Davis zusammenarbeite, seinen Tribut.

Es handele sich um das "verrückteste Sound-Experiment", das Tool "jemals aufgenommen haben", so Hartmann in seiner Rezension, aber im Grunde hat man einige Interludes auf "Aenima" oder "Faaip De Oiad" auf "Lateralus" weitaus merkwürdiger in Erinnerung. Eine Verschnaufpause von den langen Tracks, wie es die Vorstellung des mittlerweile auf die sechzig zugehenden Schlagzeugers war, bildet "Chocolate Chip Trip" trotzdem nicht, da es den Album-Fluss letztendlich mit seinen anstrengenden Elektronik-Effekten stört.

Dafür wirkt Carey lebendiger denn je. Zum einen ist er es, der mit seinem Spiel die Songs antreibt, zum anderen drückt er der Scheibe mit seiner Snare-, Percussion- und Tabla-Arbeit einen völlig eigenen Sound-Stempel auf. Dadurch kommt so gut wie durchgängig wieder eine spirituell betonte Mysteriösität ins Spiel, wie man sie von "Lateralus" kennt.

Die emotionale Vielschichtigkeit jener 2001er Platte weist "Fear Inoculum" allerdings nicht auf. Es zählt vordergründig das große Ganze. So hatte Carey eine "Aufnahme" machen wollen, die sich wie ein "gigantischer Song" anfühle, verriet er dem Kerrang. Diesem Ziel kommen Tool auf jeden Fall sehr nahe, speziell was die dichte Atmosphäre und den homogenen, aber etwas gewöhnungsbedürftigen Klang anbelangt.

Also Kopfhörer auf und eintauchen, selbst wenn man wahrscheinlich nicht alles erfasst und begreift, was auf der Platte geschieht. Sie braucht vor allem das, was im Streaming-Zeitalter aktuell immer mehr verloren geht: Zeit. Sehr viel Zeit.

Trackliste

  1. 1. Fear Inoculum
  2. 2. Pneuma
  3. 3. Invincible
  4. 4. Descending
  5. 5. Culling Voices
  6. 6. Chocolate Chip Trip
  7. 7. 7empest

Weiterlesen

LAUT.DE-PORTRÄT Tool

Was ist eigentlich so mysteriös an der L.A.-Band Tool? Schon in der Frühzeit des Internets um 1999 (also noch vor der Veröffentlichung von "Salival") …

45 Kommentare mit 211 Antworten

  • Vor 23 Tagen

    Begeisterung lässt sich da irgendwie wenig rauslesen.

    • Vor 23 Tagen

      Nach drei Tagen ne Tool-Rezi bieten zu müssen, ist doch auch undankbar.
      Ich gehe davon aus, dass man die Scheibe täglich bis zum Jahresende hören könnte und immer wieder neues entdecken würde.

    • Vor 23 Tagen

      "Ich gehe davon aus, dass man die Scheibe täglich bis zum Jahresende hören könnte und immer wieder neues entdecken würde."

      So meinte ich das. Der Rest muss die Zeit zeigen.

    • Vor 23 Tagen

      "Nach drei Tagen ne Tool-Rezi bieten zu müssen, ist doch auch undankbar."

      Für jemanden der die Art Musik nicht liebt klar, gebe ich dir recht! Glaube ebenfalls das Toni mehr Zeit hatte als die Leaktage. Ist halt eine Auftragsarbeit.......

    • Vor 23 Tagen

      Gibt es keinen Toolianer in der Redaktion?

    • Vor 23 Tagen

      "Für jemanden der die Art Musik nicht liebt klar, gebe ich dir recht!"

      Ist nicht eher das Gegenteil der Fall?
      Wenn ich damit nichts anfangen kann, hör ich das Ding zweimal, erkenne musikhandwerklich tolle teile und lange, nicht sehr zugängliche tracks worauf ich 2,5-3/5 vergebe.

      Mag ich die Musik, gebe ich mir länger als drei Tage um das Werk kennenzulernen.

    • Vor 23 Tagen

      Mit Sicherheit, nur halte ich die Entscheidung nicht für schlecht Toni das machen zu lassen. Fansevice holle ich mir wo anders oder?

    • Vor 23 Tagen

      Tastentoni ist mir bisher nicht als Tool-abgeneigt aufgefallen. Und ich schrieb auch nirgends, dass ich es als nicht passend betrachte, ihn das Album rezensieren zu lassen.

    • Vor 23 Tagen

      Bin schon seit "Lateralus" Fan. Habe die Platte wahrscheinlich hundert Mal gehört. Finde es trotzdem ein bisschen platt, mit der euphorischen 5-Punkte-Keule zu kommen, zumal auf "Fear Inoculum" nun auch nicht alles perfekt ist. Aber erwartet man das?

    • Vor 23 Tagen

      "lange, nicht sehr zugängliche tracks"

      Als Toolianer kann ich sagen, die Scheibe ist sehr zugänglich gerade bei den langen Parts. Das kürzeste Stück ist das schwierigste vom Zugang, aber das ist das böse Highlight der Scheibe.

    • Vor 23 Tagen

      Toni dann biste gerademal 18 geworden, kann ich das echt ernst nehmen? ;) Nein alles gut, ob 5 o. 4 Gummipunkte egal.

    • Vor 23 Tagen

      100 mal gehört bei 85 Spielminuten? Krass. Wie lang habt ihr die schon daliegen?

    • Vor 23 Tagen

      Und im Grunde ist es ja jetzt eine Entlastung, einfach mal ohne Druck wahrzunehmen, was da auf der Platte so geschieht. Das lohnt sich sicherlich auf jeden Fall.

    • Vor 23 Tagen

      100 mal gehört bei 85 Spielminuten?

      Bezog mich auf "Lateralus".

      "Toni dann biste gerademal 18 geworden, kann ich das echt ernst nehmen?"

      Jünger sogar, aber damals gab es noch sowas wie Musikfernsehen. Das Video von "Schism" war der Urknall.

    • Vor 23 Tagen

      Lateralus 2001 aktuell 2019 deswegen Toni :) Aenima 1996 war der eigentliche Startschuss für den Toolsound bzw. das Trademark auf dem alles aufsetzt!

    • Vor 23 Tagen

      Dieser Kommentar wurde vor 23 Tagen durch den Autor entfernt.

    • Vor 23 Tagen

      Mit "Lateralus" habe ich Tool aber entdeckt. Da war ich tatsächlich noch 14, also Generation Y-Ding noch. "Aenima" habe ich mir im Anschluss geholt und die war ja nach "Undertow" schon ein gewaltiger Schritt nach vorne.

    • Vor 23 Tagen

      War halt anders als andere Jungs in meinem Alter damals. :ill:

    • Vor 23 Tagen

      Sorry, Lesekompetenz und so.

    • Vor 23 Tagen

      "War halt anders als andere Jungs in meinem Alter damals. :ill:"

      Das stimmt so nicht. Ich hab Tool auch mit dem "Schism"-Video entdeckt, da war ich 15.

      Aber die Rezension liest sich tatsächlich sehr verhalten, insbesondere die Bezugnahme auf die andere Rezension finde ich nicht so gut. Das trübt die subjektive Meinung des hiesigen Rezensten meiner Meinung nach.

    • Vor 23 Tagen

      Wenn ich hier manche lese, dann weiß ich, warum sich Tool über die eigenen Fans lustig macht. "Bis zur Jahrtausendwende hören..." Kommt mal wieder runter.

    • Vor 23 Tagen

      "Aber die Rezension liest sich tatsächlich sehr verhalten, insbesondere die Bezugnahme auf die andere Rezension finde ich nicht so gut. Das trübt die subjektive Meinung des hiesigen Rezensten meiner Meinung nach."

      Wollte im Grunde bekräftigen, auf den Boden der Tatsachen zu bleiben. "7empest" ist sicherlich ein brillianter Song, aber gleich vom besten Song zu reden, den Adam Jones jemals aufgenommen hat, halte ich doch für ein wenig übertrieben.

    • Vor 23 Tagen

      "wenig übertrieben"

      Toni unmittelbar als ich deine Rezi las dachte ich, wo ist die Begeisterung für Musik geblieben, die Toni das weiß ich aus langen Diskussionen mit dir, eigentlich genau wie meine Wehnigkeit verspürt? Für so viel Druck, für soviel Klangidee, für die lange Wartezeit und dann so ein perfektes Ergebniss, ist deine Rezi wirklich blutleer.

      Aber du hast mir damit auch ein, zwei Ideen geliefert die ich einbauen konnte. http://ancientcave.blogspot.com/2019/08/to…

    • Vor 23 Tagen

      Wenigkeit wird ohne "h" geschrieben. Es kommt von "wenig" und nicht von "wehen".

    • Vor 23 Tagen

      Sorry, immer wenn ich schwebend unterwegs bin, voller Glück, die selben Flüchtigkeitsfehler. :)

  • Vor 23 Tagen

    album natürlich unghört 1/5. sollte klar sein.
    für einen wiederaufladbaren 4”-HD-Screen mit exklusivem Video-Footage, einem USB-Ladekabel, einem 2-Watt-Lautsprecher, einem 36-seitigen Booklet und einer digitalen MP3-Download-Card würd ich allerdings natürlich schon 81 kracher aufn tisch legen :lol:

  • Vor 23 Tagen

    ...sehr gute Rezi !!! dafür ebenfalls 5/5.

  • Vor 12 Tagen

    Bin bisher nicht wirklich damit warm geworden. Packt mich einfach nicht, von Tool hätte ich mir mehr Einzigartigkeit und ja, Genialität gewünscht.

    Was mich ein wenig verwundert, sind die ganzen "Hör es dir doch erst 8-9 Mal an!"-Aussagen. Also mir geht das eigentlich nie so, auch im Prog- oder Alternative-Bereich nicht. "Eulogy", "Stinkfist", "The Grudge", "Parabol/Parabola", "The Patient", "Sober", "Prison Sex" usw. - das waren alles Songs (und dazugehörige Platten) die schon beim ersten Mal hören absolut genial waren - und danach einfach noch besser wurden. Aber es war bei mir definitiv nicht so, dass ich erst einmal 50 Stunden dieselbe CD hören musste, um dann zu erkennen, dass es eigentlich ganz gut ist. Dasselbe bei anderen Bands, die notorisch dafür sind, dass die Songs über die Zeit hinweg zusätzliche Wirkung entfalten: Opeth, Porcupine Tree, Steven Wilso usw. Klar, die Alben werden beim mehrmaligen Hören noch besser und stärker, aber der "Wow!"-Effekt sollte sich meiner Meinung nach schon direkt einstellen.

    • Vor 12 Tagen

      Also ich persönlich kenne genug Bands/Songs, die ich beim ersten hören wenn nicht schlecht, dann zumindest langweilig und uninteressant fand und die sich mir erst nach mehrmaligem Hören erschlossen haben und sie erst nach einer Weile abfeiern konnte. Und ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass nicht jeder zumindest ein paar solcher Songs kennt. Ob das hier dann auf dem Album der Fall ist, kann man natürlich diskutieren, aber das so etwas passieren kann, können dann denke ich die Meisten doch anerkennen.

    • Vor 12 Tagen

      Du hast ja jetzt vor allem einzelne Songs aufgeführt. Und ja, Songs in der Art von Singles gibt es hier nicht. Dafür ist die gesamte Platte unheimlich stark. Ich finde sie sogar stärker als alle zuvor. Bei Aenima oder Lateralus musste ich nach einer Weile öfter einmal skippen oder abbrechen. Entsprechend finde ich, daß Tool mit "10.000 Days" einen großen Sprung gemacht haben und halte ich "Fear Inoculum" für das Beste, was sie je aufgenommen haben.
      Aber damit bin ich vermutlich in der Minderheit.

    • Vor 10 Tagen

      Also bei Alben die ich sofort geil fand, hat sich dann oft mehr oder weniger die Langweile Breit gemacht.....aber grundsätzlich finde ich das Kriterium ab welchem Zeitpkt. oder nach wieviel maligem hören ein Album gefällt schwierig....egal.........ich stimme Ragism zu.....für mich ist Fear Inoculum ein herausragendes Album; ich kann nicht sagen ob es das Beste ist, aber es ist verdammt gut; ich hätte nicht gedacht dass Tool sich nach Aenima, Lateralus und 10tsd miles noch steigern.......11 von 10Pkt!

  • Vor 12 Tagen

    Seit der Veröffentlichung habe ich das Album fast täglich gehört. Über Kopfhörer, In-Ears und große Lautsprecher. Nicht immer bis zum Ende, nicht immer von Anfang an. Und ich kann immer noch nicht sagen ob es mir gefällt oder nicht. Wenn man das Album dann doch bis zum Ende gehört hat ist kein Song im Gedächtnis geblieben. Es gibt keine Gesangslinie an die man sich erinnert, kein Riff das haften bleibt. Es bleibt nur ein Gefühl davon wie das ganze Album klingt.
    Jeder Song klingt gleich hätte ich beinahe gesagt wollte aber sagen daß das Album wie ein einziger Song klingt. Und wenn dann doch einmal ein Track hervor sticht (Chocolate Chip Trip, ihr sicherlich unbeabsichtigter Depeche Mode Moment) muss das nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal sein.

    • Vor 12 Tagen

      Ernsthaft? Hab sie keine zehnmal durchgehört und schon das Gefühl, sie auswendig zu kennen. Nach dem zweiten Durchlauf ging es mir aber noch ähnlich.

    • Vor 12 Tagen

      Also ich höre sie ebenfalls noch immer täglich und ich habe noch immer das Gefühl, meinen Ohren etwas unbeschreiblich gutes zu tun. Also besonders auf Seiten der technischen Umsetzung, Mixing, usw. gibts praktisch nichts auszusetzen. Das Songwriting an sich ist nicht uninteressant, jedoch ähneln sich die meistens Songs strukturell oft sehr. Das ist wie gesagt nicht per se schlecht oder gut - ist nur meine Beobachtung. Finde besonders Culling Voices schön gesungen und schwirrt gern mal 2Tage durch den Kopf. Und Invincible (übrigens der Song, für den man die Platte später mal am meisten erinnern wird) zerhackt im letzten Drittel so derbe, dass man sich damit einreiben will.

      ABER

      mir fällt auf, dass es halt dadurch, dass so "wenig" Songs so "ähnlich" aufgebaut sind, ergibt sich am Ende auf der Haben-Seite ein gewisses Mißverhältnis (gefühlt) im Vergleich mit zb Lateralus. Also ich meine, nach dem Hören der Platte schaust du zurück und erinnerst dich an das Ende von The Grudge, an The Patients Melodien, Schisms Bass und Klimax, Lateralus' Ausgetüfteltheit...Parabol/a...Ticks Schlagzeug am Anfang...oder an die Suite aus Disposition/Reflection/Triad..., an kleine Parts, hier und da, ein Schrei, irgendeine griffige Textstelle...
      (und ja ich weiß wie alt Lateralus ist...)

      Nach dem Hören von Fear Inoculum wurde man auch prächtig unterhalten aber es bleiben pro Song im Schnitt 2 musikalische Höhepunkte an die man sich erinnert oder die "hängen" bleiben. Die habens dann zwar in sich, aber gefühlt stellt sich bei mir so ein Bisschen das Gefühl ein, trotz der enormen Länge eigentlich ein Bisschen "zu wenig" Musik zu bekommen, wenn ihr versteht was ich meine.

    • Vor 10 Tagen

      Nach Aenima, Lateralus und 10tsd miles bin ich mit einer nicht so hohen Erwartungshaltung ans neue Album gegangen...ich dachte, das können die nicht mehr toppen..das erste was ich hörte war fear inoculum und hat mich zunächst gar nicht so angefixt..
      .der dosenöffner für mich war chocolate chips ( Alder was macht der Carey da)......ich find das ganze Album genial...läuft rauf und runter......ich höre das wie ein Konzeptalbum....die Atmosphären die sie erzeugen, die Dynamik in den Song, Kennans Vocals, Careys Schlagzeug, das Riffing....die Songs sind für mein Geschmack auf den Punkt gebracht ....Genial!!..für mich ganz klar eine nicht erwartete Überraschung und vieleicht das beste Tool-Album!

    • Vor 9 Tagen

      speedi... Bist du das mit einem erstmals angelegten stets zustimmenden Zweitaccount? Oder der nächste äußerst niedrigschwellig konzipierte Klon der manback-Army?

      Ich meine, wer sonst würde so selbstbewusst in zwei verschiedenen Kommentaren eine Platte einer seiner vermeintlichen Lieblingsbands mit dem falschen Titel versehen?

    • Vor 9 Tagen

      Richtig mieser Meuri-Fake von irgendeinem manback.

    • Vor 9 Tagen

      Ich bin es nicht. Auch wenn speedi mit seinen 10 Zügen im voraus natürlich schon zu ganz anderen Schlussfolgerungen gekommen ist.

    • Vor 9 Tagen

      das ist bestimmt Speedie. DURCH seine 10 Züge im Voraus weiß er es selbst nur noch nicht!

    • Vor 9 Tagen

      Was ist mit dem Eselversteher?

    • Vor 9 Tagen

      Dieser Kommentar wurde vor 9 Tagen durch den Autor entfernt.

    • Vor 9 Tagen

      @soulburn.....Hahaha....macht der Speedi sowas?!....na, dass ist ja einer......aber er ist es nicht, wobei sich hier eine interessante Zufälligkeit ergibt, die mich erst etwas stutzig machte......aber egal......dicker Hund mit 10tsd DAYS, aber liegt vieleicht daran, dass die in meinem persönlichen tool-ranking so an dritter, will sagen, jetzt an vierter Stelle liegt....ist wohl auch in meinem orgastischen Überschwang über fear dingenskirchen passiert.....peace sells!!

    • Vor 9 Tagen

      But who's buying?

    • Vor 9 Tagen

      Puh, vllt ist es doch der Meurer...ist schon schwer diesen Grad an Retardierung zu faken.

    • Vor 9 Tagen

      Speedi...Meurer...neh nix von allen.....

    • Vor 9 Tagen

      Nun ja, mal abgesehen von Maynards intendierter Bedeutung hinter "10.000 Days" macht's z.B. für meine Planungen ebenfalls einen nennenswerten Unterschied, ob ich mich auf eine 10k-Meilen-Fahrt oder eine über 27 Jahre andauernde Reise vorbereite.

      Aber bzgl. Nachsicht (mit sich selbst) hinsichtlich falscher Angaben, vollkommen überzogener Fehleinschätzungen und generell jeder Logik und nachvollziehbaren Gedankengängen entbehrendem Schreibstil wirst du in dieser Community bestimmt sehr schnell Anschluss auf Grundlage von Gemeinsamkeiten finden. :)

    • Vor 9 Tagen

      nervt mich bissl, dass man sich echt gedanken macht, um seine aktuellen befindlichkeiten zum thema dieses threads aufzuschreiben, nur um dann zuzusehen, wie ihr euch allesamt darüber zerfetzt, wer hier fake accounts anlegt. man man man...

    • Vor 9 Tagen

      Wenn du es nicht magst, wie sich hier wieder und wieder allesamt darüber zerfetzen, wer hier fake accounts anlegt, dann wirst du hier keine gute Zeit haben! :(

    • Vor 8 Tagen

      @soulburn...es ist der Mühe nicht wert auf dein pseudointellektuelles und überkanditeltes Geschwätz einzugehen.......Was ist das hier überhaupt für eine Veranstaltung?

    • Vor 8 Tagen

      Die Muppetshow!

  • Vor 6 Tagen

    Weniger aggressiv, dafür epischer...eben anders. Hört sich ein Album gleich an wie die geliebten Klassiker, wird gemeckert. Aber zu neu darf es sich auch nicht anhören... Klar ist die Scheibe keine Aenima oder Lateralus, aber mal ganz ehrlich: Es ist dennoch mit Abstand eine der besten Prog Rock Scheiben die in den letzten Jahren veröffentlicht wurden!! Ich lass mich aber gerne eine besseren belehren, wenn also jemand ernstzunehmende Tipps hat..?

    • Vor 4 Tagen

      Regal Worm - Pig Views (Rose, Rubus, Smilax, Vulkan)

      Crippled Black Phoenix - The Great Escape (To You I Give)

      The Ocean - Phanerozoic I: Palaeozoic (Permian: The Great Dying)

      Sind alle aus dem letzten Jahr. Ob besser oder schlechter muss jeder für sich entscheiden. In Klammern sind Songs die mir persönlich mehr gefallen haben als sämtliche neue Tool-Songs, die mir aber auch gefallen. Dieses Jahr ist mir Prog-mäßig eigentlich noch gar nichts aufgefallen.

    • Vor 4 Tagen

      Dieser Kommentar wurde vor einem Tag durch den Autor entfernt.

    • Vor einem Tag

      @Tomplifier Danke dir für die Info, da werde ich mich mal gerne durchhören....