Das große Geschiss um die #1 und die Frage, was zuerst kam, das T-Shirt oder die Musik.

Twitter (ksc) - Madame Minaj ist nicht amüsiert: Der August hätte, mit gebührendem Abstand zum Release des weinerlichen Kanadiers, chartstechnisch ihr Monat sein sollen. Wäre da nicht dieser schmale Bursche in seinem Einkaufswagen angerollt gekommen und hätte das vielleicht beste Hip-Hop-Album des Jahres veröffentlicht.

"Astroworld" übernimmt die Eins und bleibt auch dort, da beißt die "Queen" keinen Faden ab. Verständlich, dass einen das so richtig ankotzt, wenn man es aus dem Stand nur auf die 2 schafft. Kein Frieden in unserer Zeit:

Dazu muss man wissen, dass Travis Scott durch die Verlobung mit Lipkit-Königin Kylie Jenner nun mit hochrangigem kalifornischen Influencer-Adel verbandelt ist (siehe das Buch Astroworld, dritte Sure, letzter Vers: "Baby Momma Cover Forbes/ got these other bitches shook"). Und Miss Jenner gelingt nicht nur das Kunststück, das (diplomatisch ausgedrückt) potthässliche Merch ihres Freundes in Würde zur Seite zu knoten:

Es ist auch davon auszugehen, dass ihre geballte Marktmacht in Form von 113 Millionen Instagram-Followern nicht unerheblich zu den Merchandise-Verkäufen beigetragen hat. Gewieftes Schlitzohr, das er ist, spendiert Travis Scott für jedes verkaufte Stück in seinem Shop das Album oben drauf. Insofern ist der von Minaj erhobene Vorwurf, dadurch die Verkaufszahlen künstlich aufzublähen, nicht völlig von der Hand zu weisen.

Was bleibt da noch zu sagen? "Queen" ist ein verdammt starkes Album, wenn auch nicht ganz auf dem Level des Trap-Evangeliums nach La Flame. Sicherlich wird sich auch Kanye West beim nächsten Familienabendessen im Hause Kardashian nach dem vierten Glas wortreich zur Causa äußern, während die Frauen sich alle ganz plötzlich entschuldigen, weil sie da noch diesen ganz wichtigen Post absetzen müssen und Travis mit feuerroten Augen auf seinen Teller starrt und sich nach Houston zurückwünscht.

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Nicki Minaj

Nicki Minaj,  | © Universal (Fotograf: Hype Williams) Nicki Minaj,  | © Universal (Fotograf: Hype Williams) Nicki Minaj,  | © Universal (Fotograf: Hype Williams) Nicki Minaj,  | © Universal (Fotograf: Hype Williams) Nicki Minaj,  | © Universal (Fotograf: Hype Williams) Nicki Minaj,  | © Universal (Fotograf: Hype Williams)

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5 Kommentare mit 10 Antworten

  • Vor einem Monat

    Sehr feiner Newsartikel vom ksc. Die Pleite gegen Hannover gleich wieder wett gemacht. Das Gehampel von Minaj hingegen vor allem nur hochgradig peinlich.

  • Vor einem Monat

    Frauen bitte wieder an den Herd. Was für eine peinliche Hoe...

  • Vor einem Monat

    bin ich eigentlich der einzige, der nickie minaj irgendwie für weit überbewertet und letzten endes nicht wirklich diventauglich hält?

    diese erhabene arroganz von madonna oder lopez kann sie ebenso wenig bieten wie das sonnige charisma shakiras oder die intelligente künstlerinnen-aura gagas. große substanz vermag ich in ihrer aktuellen scheibe - jenseits der top professionellen handwerklichen leistung - auch nicht zu erkennen.

    minaj ist doch tüdelkram für zeiten, in denen zwerge die schatten von riesen werfen.

  • Vor einem Monat

    mit 36, nach einer vierjährigen pause, im schnellliebigen rapgeschäft in der ersten woche fast 200k units zu bewegen, ist eig ziemlich impressive. noch dazu mit dem "nachteil", frau zu sein. anstatt den erfolg zu geniessen, dreht sie lieber frei. was hat sie erwartet? dass sie noch genauso populär ist, wie vor vier jahren? sie ist von der popularität past prime, weil sie vom alter her für die anvisierte zielgruppe längst ne mommy ist. also enjoy your late career success. sonst wird sie noch wie lil kim enden.

  • Vor einem Monat

    "Was bleibt da noch zu sagen? "Queen" ist ein verdammt starkes Album [...]" Als ob!