Ohne jede Ankündigung hat der Rapper aus Detroit "Music To Be Murdered By" veröffentlicht. Für eine Zeile setzt es jetzt schon scharfe Kritik.

Detroit (bal) - Überraschend hat Eminem mit "Music To Be Murdered By" heute ein neues Album veröffentlicht. Man hätte es ahnen können, nachdem in den letzten Wochen sein Beef mit Nick Cannon völlig grundlos wieder hochgekocht war.

Zum Release erschien mit "Darkness" auch ein neues Musikvideo. Darin versetzt sich Eminem in die Rolle des Mannes, der 2017 in Las Vegas einen Massenmord beging, bevor er sich in seinem Hotelzimmer umbrachte. Das Video endet mit Ausschnitten aus Berichten zu weiteren Amokläufen in den USA.

Vor diesem Hintergrund wirkt ein anderer Track des Albums noch unverständlicher: In "Unaccommodating" mit Young M.A. vergleicht er sich mit dem Attentäter, der 2017 bei einem Ariana Grande Konzert einen Anschlag verübte. Genau sagt er: "But I'm contemplating yelling 'Bombs away!' on the game / Like I'm outside of an Ariana Grande concert waiting."

Auf Twitter wird Eminem für die Line bereits heftig kritisiert. Es ist nicht das erste Mal, dass er das Atttentat in Manchester thematisiert. Bei einem Freestyle 2018 sagte er: "Squashed in between a brainwashing machine / Like an Islamic regime, a jihadist extreme radical / Suicide bomber that's seeing / Ariana Grande sing her last song of the evening / And as the audience from the damn concert is leaving / Detonates the device strapped to his abdominal region/ I'm not gonna finish that, for obvious reasons."

"Music To Be Murdered By" erschien heute ohne Ankündigung. Auf dem Album finden sich neben dem Feature mit Young M.A. unter anderem Gastbeiträge von Ed Sheeran, Juice WRLD und Anderson .Paak.

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18 Kommentare mit 71 Antworten

  • Vor einem Monat

    Erstes Durchhören.... klingt alles sehr durchwachsen... als ehemaliger Fan ist es schon echt traurig aber auch 2020 stellt sich mir die Frage wer Em noch braucht?!

    • Vor einem Monat

      niemand… !

    • Vor einem Monat

      Durchwachsen trifft es gut, denke ich, aber sind schon einige gute Ansätze drin. Teilweise rappt er echt entspannter und schreit nicht nur rum und einige Beats und Features sind auch sehr brauchbar. Inhaltlich scheint es teilweise eine Rückkehr zum Horrorcore früherer Tage zu sein. Ist aber schon ein sehr langes Teil und am Ende fühlte ich mich ziemlich vollgequatscht. :D Also ich brauch's nicht unbedingt, aber was braucht man schon wirklich? ;) Wenn es ihm Spaß macht, wird er auch noch mit 70 Alben rausbringen und das ist auch gut so.

    • Vor einem Monat

      „Fühl mich Vollgequatscht“ Beschreibt mein Gefühl beim ersten Durchhören so on Point.

    • Vor einem Monat

      Für inhaltsleeren Hip Hop gibts ja noch die ganzen Lil's. Und wer ihn braucht? Offenbar viele Menschen bei der Resonanz uA. in den sozialen Medien. Aber was wäre ein Onlineforum ohne prätentiöses Gequatsche.

  • Vor einem Monat

    Da kann er lyrisch noch so überragend sein .. wenn die Soundbasis nix taugt hilft das alles nix. Und ist hier leider wieder der Fall. Beim ersten durchzappen is mir leider kein Song positiv hängen geblieben.

    • Vor einem Monat

      Dem stimm ich absolut zu. Und das gilt für alles seit mindestens 10 Jahren leider :/ So peinliche Lines wie die oben zitierte machen das ganze nicht besser...

    • Vor einem Monat

      Ich glaube Eminem wird auch dieses Jahrzehnt nicht besser.

    • Vor einem Monat

      Nach Lucky You, Fall, Homicide etc. wirkt auch diese "Kritik" sehr gekünstelt und prätentiös und "genrefremd" wie es hier ja so schön heißt.

    • Vor einem Monat

      Also ist man prätentiös und genrefremd, wenn man berechtigte Kritik äußert? Ist Eminem ein unantastbarer kritikimmuner Gott oder was?

      Fakt ist, Eminem ist einer der größten und erfolgreichsten Rapper aller Zeiten aber seit Jahren sind seine Alben durchwachsen, sein Flow oft abgehackt, billige Beats und peinliche Dad-Jokes. Wer die Messlatte hoch setzt, muss auch Kritik abkönnen. Kann er offensichtlich nicht so gut, sonst gäbe es das bittere Kamikaze nicht.

      Sich mit nervigen "mumble rap bad lyrical spiritual miracle“-Rappern wie Joyner Lucas zu umgeben ist auch nicht gerade das Gelbe vom Ei.

      Ein Kendrick Lamar z.B. muss nicht ständig doubletime Rappen um zu zeigen, was er (besser) kann.