Porträt

laut.de-Biographie

Anderson .Paak

Im Februar 2015 schnellen die Hörerzahlen für Brandon Anderson Paak schlagartig nach oben. Grund: Seinerzeit dringt Paaks ausgiebige Beteiligung an Dr. Dres 16 Jahre erwartetem Comeback-Album "Compton" an die Öffentlichkeit. Der R'n'B-Sänger, Drummer und MC aus Oxnard in Kalifornien steht plötzlich im Mainstream-Rampenlicht.

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Dabei kommt der Aufmerksamkeitsdauerregen keineswegs von ungefähr. 1986 in eine afroamerikanisch-koreanische Familie hineingeboren, veröffentlicht er unter dem Pseudonym Breezy Lovejoy bereits 2012 sein Debütalbum. "O.B.E. Vol. 1" erscheint auf dem winzigen Indie Jakarta.

Seine sommerliche bis schwüle Mixtur aus Hip Hop-Versatz, Neo Soul, R'n'B, Trap und Housepop klingt bereits da erstaunlich ausartikuliert. Der große Medienrummel lässt jedoch auf sich warten. Ein Zustand, den Paak, der sich später den mit Punkt stilisierten Namen gibt, durchaus nervös gemacht haben dürfte.

Denn für den Kalifornier stellt die Musik bald das einzige Karrierestandbein dar, nachdem er 2011 aus seinem Job auf einer Marihuanaplantage fristlos entlassen wird. Er, seine Frau und das gemeinsame Kind stehen auf einmal mittellos auf der Straße. Was hobbymäßig als Schlagzeuger in der lokalen Baptistengemeinde anfängt, scheint nun bitterer Ernst.

Glücklicherweise stehen Paak und Familie nur kurz alleine da. Shafiq Husayn von der Alternative Hip Hop-Combo Sa-Ra engagiert ihn als Assistenten, Kameramann, Cutter, Songschreiber und Produzenten. Im Zuge des Debüt-Releases erhält Paak außerdem das Engagement als Profidrummer für die "American Idol"-Bewerberin Haley Reinhart.

Das Einkommen ist also gesichert, auch wenn der große Traum von Starruhm noch ausbleibt. Im Herbst 2013 covert sich Anderson .Paak dann zunehmend erfolgreich durch das weiße Musikerbe: Auf der EP "Cover Art" interpretiert er Folk- und Indiehits im Gewand von Neo Soul, Funk, Modern Jazz, Hip Hop und R'n'B neu.

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Nach dem US-Release der LP-Premiere "Venice", doch noch vor der Bekanntgabe seiner Dr. Dre-Features - neben Eminem, The Game und Xzibit, wohlgemerkt - veröffentlicht der Crooner Anfang 2015 neue Singles unter dem Namen NxWorries. Dahinter verbirgt sich eine Kollaboration mit Stone Throws respektiertem Beats-Macher Knxwledge.

Auch als Produzent verdient sich Paak, etwa mit dem Watsky-Album "All You Can Do", seine Meriten. Er verbucht weitere Auftritte in Songs von Tokimonsta und Dumbfounded.

Dann droppt der Erstling via Steel Wool Entertainment, woraufhin der Rolling Stone ihn sogleich im Feld zwischen Chance The Rapper, Miguel und AlunaGeorge verortet. Nicht unpassend und doch nur kleinster gemeinsamer Genrenenner für einen Künstler, der sich von Tumblrn genauso inspirieren lässt wie von den alten Helden des Hip Hop und R'n'B.

Dem Konzept seine Alben nach Orten in Kalifornien zu benennen bleibt Anderson .Paak auch auf den kommenden beiden Releases treu. Für Oxnard sammelt der Kalifornier Hip Hop Größen wie Kendrick Lamar, Snoop Dogg oder Pusha T um sich, kommt auf dem Album allerdings erstmals auch ein bisschen verkopft rüber. Nur ein halbes Jahr später legt Paak das souligere Ventura nach, dessen Songs aus dem gleichen Aufnahmeprozess stammen.

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