Porträt

laut.de-Biographie

Megan Thee Stallion

"Es gab schon immer viele Rapperinnen. Sie haben nur keine Chance bekommen, ihre Talente zu präsentieren. Dieses Jahr richtet sich das Scheinwerferlicht auf uns." 2018 setzt sich Megan Thee Stallion an die Spitze einer Welle von Artists, die sich charismatisch in Szene setzen und dabei für die weibliche Selbstermächtigung einstehen. Ihre Geschichte beginnt im texanischen Houston, wo sie Anfang 1995 als Megan Pete geboren wird. Als Tochter der Rapperin Holly-Wood wächst in ihr bereits als Kleinkind der Wunsch heran, sich selbst musikalisch zu betätigen.

Sie lässt sich von The Notorious B.I.G. sowie dem expliziten Rap der Three 6 Mafia und ihrem erklärten Lieblingsrapper Pimp C inspirieren. Als sie mit 18 Jahren ihrer Mutter die ersten Gehversuche am Mikrofon präsentiert, appelliert diese an Megan, mit dem Gang an die Öffentlichkeit bis zum 21. Lebensjahr zu warten. Letztlich geht sie auf die Forderung ein, geduldet sich aber auch keinen Tag länger. 2016 veröffentlicht sie ihr erstes Mixtape "Rich Ratchet" über Soundcloud. Ein Jahr später folgt die EP "Make It Hot".

"Big Ole Freak" erzeugt schließlich Druckwellen, deren Ausläufer bis nach Deutschland reichen. Megan Thee Stallion feiert mit dem Trap-Song ihre erste Chartplatzierung, eine Goldene Schallplatte und letztlich ihren Durchbruch. Im Sommer folgt die dazugehörige EP "Tina Snow", deren Titel sich auf ein Alter Ego ihres Vorbilds Pimp C bezieht. Ehrfürchtig beobachtet das Billboard-Magazin, sie strahle die "Sicherheit eines Künstler aus, der das Spiel seit mindestens einem Jahrzehnt" beherrsche. Ende 2018 setzt sie ihre Unterschrift unter einen Künstlervertrag von 300 Entertainment.

Sie veröffentlicht das Top-10-Mixtape "Fever", das mit den Gästen DaBaby und Juicy J aufwartet. Die BET Hip Hop Awards adeln sie mit fünf Nominierungen und zeichnen sie für das Mixtape des Jahres aus. Auch hiesige Kritiker schwelgen in Lob. Laut Spiegel-Online rappe sie sich nicht nur "wie ein Maschinengewehr im Schnellfeuermodus" durch "Fever", sondern verpasse der "reichen Hip Hop-Historie ihrer Heimatstadt Houston, Texas ein Update." Sie verbinde den an Scarface und Geto Boys erinnernden "Rap-Weltkulturerbe-Sound" mit einer "unapologetischen weiblichen Selbstsicherheit".

2019 erreicht sie eine neue Erfolgssphäre. Im Sommer schafft sie es neben Newcomern wie Rico Nasty und YBN Cordae auf die renommierte Liste der XXL Freshman Class. Jimmy Kimmel und Jimmy Fallon rollen ihr den roten Teppich der US-Late-Night aus. Jay-Z öffnet ihr die Pforten zu seiner Roc Nation, die fortan das Management für die Rapperin übernimmt. Fast zeitgleich ruft sie zusammen mit Nicki Minaj und Ty Dolla $ign den "Hot Girl Summer" aus. Das Video zur Platin-Single sammelt 50 Millionen Youtube-Klicks in vier Monaten ein. Megan Thee Stallion avanciert endgültig zum Meme.

Die Juice-Redaktion lobt ihr "Starpotenzial". Megan Thee Stallions Philosophie habe "genauso viel mit Stil und sexueller Befreiung zu tun wie mit Bildung und Offenheit" Hinter "Hot Girl Summer" stehe "vor allem ihr Wunsch, dass sich Frauen von ihrer selbstbewussten Seite zeigen". Für die Texanerin bedeutet diese Haltung auch, sich von der Stutenbissigkeit unter Kolleginnen zu verabschieden, wie sie i-D verrät: "Wie viele Männer machen Musik, ohne sich gegenseitig die Köpfe abzureißen? Warum müssen wir das tun? Es gibt genug Platz für alle."

Alben

Surftipps

Noch keine Kommentare