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laut.de-Biographie

Elder

"Bei dieser Musik erwartete ich einen Fünfer fettärschige Bärte, und was bekomme ich? Einen dürren Jesus und seine beiden Jünger. Trotzdem: geile Band!", so fasst ein YouTuber die Eindrücke zusammen, die sein Hirn bei Elders Musik generiert. Er trifft es auf den Punkt: geile Band!

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Man kann die aus Massachusetts stammenden Heavy Psycher Nick DiSalvo, Jack Donovan und Matt Couto gewissermaßen als Riff-Äquivalent zu Earthless sehen. Die unbändige Jam-Energie herrscht genauso vor, nur statt wahnwitziger Soloeskapaden gibts eben höllisch schwere Riffs. "Klingt wie Ufomammut, die Black Sabbath kreuzweise ficken", meint das Thrasher Magazine. Joa. Und Mastodon stehen zur Double Penetration bereit, während Sleep Facesitting betreiben.

Das erste Lebenszeichen dieser abgedrehten Orgasmus-Fantasie erscheint 2006: eine Split-CD gemeinsam mit der Psychedelic Rock-Combo Queen Elephantine. Der erste Full-Length-Record kommt zwei Jahre später und nennt sich, ebenso wie das vorangehende Demo, schlicht "Elder". Während hier die Doom-Elemente den Stoner dominieren, praktizieren Elder das auf dem Nachfolger "Dead Roots Stirring" in umgekehrter Reihenfolge. Die Songlängen pendeln sich bei beiden in eher epischen Ausmaßen ein. Fünf Tracks pro Album müssen genug sein.

Mit der 2015 veröffentlichten Platte "Lore" findet das Trio zu seinem ganz eigenständigen Psych-Prog Sound. Die innovativen Kompositionen zählen zum orginellsten was die oftmals allzu starren Stoner Rock-Welt zu bieten hat. Bei Elder dominieren, neben den akzentuiert eingesetzten und drückenden Groovewalzen, vor allem die Gitarrenmelodien. Immer wieder ploppen diese auf, ohne sich dabei auf die im Stonerbereich übliche Pentatonik zu beschränken. Auch das Eindringen in fast schon jazzige Gefilde stellt auf "Lore" keine Seltenheit dar.

Elder - The Gold & Silver Sessions
Elder The Gold & Silver Sessions
Die Heavy-Psycher jammen sich in den Krautrock-Himmel.
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2017 steigt DiSalvos alter Kumpel Mike Risberg als zweiter Gitarrist ein. So erweitert sich das Klangspektrum der Band vor allem live enorm. Im gleichen Jahr erscheint auch ihr Opus Magnum "Reflections Of A Floating World" auf dem sie den mit "Lore" eingeschlagenen Weg weiter ausbauen und zu ihrem ganz eigenen Klangkosmos aus episch-atmosphärischen Gilmourschen Spielwiesen und feinsinnig auskomponierter Progressivität perfektionieren.

Auf Anstoß Jadd Shicklers von Blues Funeral Recordings nehmen Elder 2019 exklusiv für dessen PostWax-Programm die EP "The Gold & Silver Sessions" auf. Shickler bietet mit seinem Projekt ausgewählten Bands aus der Psych-Szene eine besondere Plattform für experimentelle Releases, die aus deren herkömmlichem Rahmen fallen. Die EP stellt eine Hommage an den deutschen Krautrock und die Berliner Schule der 1970er Jahre dar. Blickt man auf die Einflüsse des Trios, fallen schon mal szeneuntypische Namen wie Steely Dan, Uriah Heep, Gentle Giant und Yes. Nick DiSalvo schreibt außerdem Colour Haze und Dungen prägenden Charakter zu. Wie erklärt die Band es selbst? "Elder ist die Definition eines ständig fortschreitenden Prozesses." Recht hat sie.

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