Porträt

laut.de-Biographie

Rob Zombie

Wer sieht aus wie eine Mischung aus einem ausgebuddelten, zwei Monate verwesten Pudel beziehungsweise einem explodierten Wischmopp und hört, wenn Mutti ihn ruft, auf den Namen Robert Cummings? Genau, Mr. Rob Zombie himself!

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Dass der Mann vielseitig ist, zeigt er immer wieder. Kaum volljährig, zieht der Zottel nach New York und hält sich mit Jobs als Fahrradkurier, Art Director von Porno-Zeitungen oder als Produktionsassistent der in Amerika recht populären Kindersendung "Pee-Wee's Playhouse" über Wasser. Nebenbei gründet er White Zombie, um sich damit selbst zu therapieren, da er in seiner Jugend von Mama nur vor die Glotze gesetzt wird, wo er sich dann einen Horror-Trash-Movie nach dem anderen reinzieht.

Mit den Dünnbrettbohrern Beavis & Butthead verbindet den Mann so einiges, verhelfen ihm die zwei Schwachmaten doch zu Prominenz, weil die Halluzinationsszene im Film "Beavis And Butthead Do America" auf seinem Mist gewachsen ist. Außerdem laufen seine Videos häufig bei den beiden Einzellern. Irgendwann ist Rob sogar als Produzent für den dritten Teil von "The Crow" im Gespräch, letztendlich steigt die Produktionsfirma Miramax aber wieder aus dem Deal aus.

Als er 1998 seine Soloscheibe "Hellbilly Deluxe" rausbringt und diese in den ersten Wochen mehr verkauft als jede White Zombie-Scheibe, löst er die Band auf, um fortan nur noch solo unterwegs zu sein.

Für die Aufnahmen seiner ersten Soloscheibe, greift der Zombie auf eine ganze Reihe Prominenter zurück. Die beiden Nine Inch Nails-Recken Charlie Clouser und Danny Lohner stehen im genauso zur Seite, wie Mötley Crüe-Drummer Tommy Lee. Live halten Ex-Testament/White Zombie-Drummer John Tempesta, Basser Rob Nicholson (Ex-Drown, Ex-Danzig) und Gitarrist Riggs her. Sowohl die Musik als auch das wie immer von Rob entworfene Booklet sowie die wirren Soundsamples aus alten Horrorstreifen unterscheiden sich kaum von seiner Ex-Band.

Der Scheibe folgt das für Zombie typische Remixalbum "American Made Music To Strip By". Nebenbei gründet er sein eigenes Label Zombie-A-Go-Go Records, bei dem er unter anderem The Ghastly Ones unter Vertrag nimmt. Zur selben Zeit scheint seine Birne völlig morsch zu werden: Er lässt von Todd McFarlane, dem Zeichner und Erfinder der genialen "Spawn"-Comics, eine Action-Figur von sich anfertigen. Nachdem er für den Freizeitpark der Universal Studios einen Horrorbereich entwirft und einrichtet, dreht er für sie auch den Streifen "House Of 1000 Corpses".

Dieser wird fertig produziert und geschnitten, aber Universal weigert sich, ihn zu veröffentlichen. Da Rob die Rechte am Film besitzt, dampft er mit den Rollen erst einmal stinksauer ab und röhrt "The Sinister Urge" ein, mit freundlicher Unterstützung von Ozzy Osbourne, Kerry King von Slayer und Limp Bizkits DJ Lethal.

Das Album ist ein weiterer Erfolg, und Rob geht mit Ozzy zusammen auf große Weihnachtstour. Seinen Film verscherbelt er an MGM, die den Streifen an Halloween 2001 in die Kinos bringen wollen. Doch auch dieser Deal geht irgendwie in die Hose. Letztendlich bekommen Lions Gate Films den Zuschlag, die auch schon mit "American Psycho" einen enormen Erfolg verzeichneten. In der Originalversion der Comic Serie "Spider-Man: The Animated Series" leiht Rob Zombie der Figur des Dr. Curt Connors (alias The Lizard) seine Stimme. Ganz schön evil.

Auch an der Comicbuch-Front sammelt Rob eine Lorbeeren ein und schreibt die Texte für "Spookshow International" und "The Nail". Zwischenzeitlich lässt er immer wieder ein paar Sätze fallen, die darauf hindeuten, dass er sich aus dem Musikgeschäft zurückziehen will, um sich großteils auf seine Karriere als Regisseur zu konzentrieren. Ende Oktober 2003 erscheint aber zunächst noch die Best-Of "Past, Present And Future", die mit einer zehn Clips umfassenden DVD mehr als nur ihr Geld wert ist.

Zwischenzeitlich hilft Rob bei Drowning Pool aus, die zusammen einen Song auf dem "Daredevil-Soundtrack" unterbringen. Riggs hat sich derweil mit seiner Band Scum Of The Earth selbständig gemacht, Tempesta ist zwischenzeitlich wieder bei Testament, und Nicholson zockt bei The Death Riders. Rob selbst juckt es bald auch wieder in den Fingern. Mit Unterstützung des ehemaligen Marilyn Manson- und Two-Klampfers John 5 (aka John Lowery), dem Alice Cooper-Drummer Tommy Clufetos und dem zurückgekehrten Basser Nicholson groovt er mit auf der Ozzfest-Tour.

Zuvor hat er schon mit Wes Borland (Limp Bizkit) an ein paar Songs gearbeitet. Im Juli 2005 kommt in den Staaten sein zweiter Streifen "The Devil's Rejects" in die Kinos und schlägt sich dort ausgesprochen gut. Im März meldet er sich musikalisch zurück, jedoch bleibt die Freude über "Educated Horses" eher gedämpft. Anstatt wieder rockig vor sich hin zu gruseln, kopiert sich der Zausel eher schlecht als recht und kommt kaum in die Gänge.

Was live noch in dem Knaben steckt, können sich die Amis im April vor Augen führen. Zu der Zeit ist er mit Lacuna Coil und Bullet For My Valentine unterwegs. Doch auch weiterhin scheint er sich eher als Filmemacher verdingen zu wollen. Während das Remake von "Halloween" noch durchaus positiv ausfällt, schwächelt der zweite Teil deutlich.

In den USA bleibt sein Marktwert sowohl als Regisseur und Musiker ungebrochen hoch. Es folgen diverse Touren. Dass er sich musikalisch ein wenig zu weit von seinen Wurzeln entfernt hat, wird dem Meister wohl irgendwann selbst klar, und so gibt er dem nächsten, im Januar 2010 erscheinenden Album den Titel "Hellbilly Deluxe 2". Zwar kann er an das grandiose Debüt nicht anknüpfen, doch immerhin besitzt die Scheibe deutlich mehr Dynamik und bessere Songs als der Vorgänger.

Während Rob als Regisseur bei einer Folge der Serie "CSI Miami" glänzt, zeigt er als Co-Headliner der "Rockstar Energy Drink Mayhem Festival"-Tour, dass er in Sachen Horror und Groove immer noch eine Macht ist. Im Jahr 2011 verschiebt sich der Fokus wieder auf die bewegten Bilder, er nimmt sein nächstes Filmprojekt in Angriff: "The Lords Of Salem".

Weil sich die Zweigleisigkeit inzwischen bewährt, lässt Rob das Musizieren nicht sein: Ein weiteres Remixalbum namens "Mondo Sex Head" saugt unnötigerweise noch den letzten Lebenssaft aus seinen alten Hits, danach geht es auf die "Twins Of Evil"-Tour mit Marilyn Manson. Diese artet zu einem echten Zickenkrieg zwischen den Geisterbahn-Rockern aus, mit öffentlichen Beleidigungen back- und on stage.

Der Zusammenhalt der Zombie-Bande wird dadurch eher gestärkt denn geschwächt, glaubt man Interview-Aussagen des Chef-Untoten, und so geht es nach der Tour ins Studio. Das fünfte Studioalbum "Venomous Rat Regeneration Vendor" erblickt im April 2013 das schummrige Licht der Welt. Neben Gitarrist John 5 ist mit dem neuen Drummer Ginger Fish ein zweiter Ex-Partner von Manson mit von der Partie, den Bass schwingt Piggy D. Zeitgleich mit der CD erscheint der erwähnte und fertig gedrehte Horrorfilm "The Lords Of Salem".

Der Spuk in der bunten Horror-Freakshow des Zombie Rob geht munter weiter. 2014 schickt er die "The Zombie Horror Picture Show" ins Rennen, eine Live-DVD. Im Jahr darauf folgt das Livealbum "Spookshow International: Live". 2016 stehen gleich zwei Großprojekte auf dem Veröffentlichungsplan: Das neue Studioalbum ist fertig und erscheint im April.

Im Herbst steht dann der nächste Horrorstreifen an, der zuvor im auf dem Sundance-Filmfestival Premiere feiert. Die namentlichen Differenzen könnten kaum größer ausfallen: Während Zombie den Film kurz und knapp "31" tauft, ging beim Album der Großteil der dreijährigen Entstehungsphase wohl für den Titel drauf: "The Electric Warlock Acid Witch Satanic Orgy Celebration Dispenser". Doch ob kurz oder lang: In beidem ist eindeutig Rob Zombie drin, und darauf kommts an.

Dem Grundsatz "Size Matters" bleibt Zombie auch beim Nachfolger "The Lunar Injection Kool Aid Eclipse Conspiracy" treu. Der Zungenbrecher (bei den Songtiteln gehts ähnlich komplex weiter, unter anderem mit "18th Century Cannibals, Excitable Morlocks And A One-Way Ticket On The Ghost Train") dominiert am Releasetag weltweit die genreübergreifenden iTunes Charts. In der Zwischenzeit hatte er sich 2018 noch ein zweites Mal auf eine Co-Headliner Tour mit Marilyn Manson eingelassen und 2019 den von Fans heiß ersehnten dritten Teil seiner Firefly Trilogie abgedreht: "3 From Hell" Beide Säulen des Zombieschen Entertainment-Universums stehen wie eine Eins.

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Eishalle Wetzikon 2014 Rob Zombie auf Europatour.

Rob Zombie auf Europatour., Eishalle Wetzikon 2014 | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Rob Zombie auf Europatour., Eishalle Wetzikon 2014 | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Rob Zombie auf Europatour., Eishalle Wetzikon 2014 | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Rob Zombie auf Europatour., Eishalle Wetzikon 2014 | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen)

Rock am Ring 2014 Rob Zombie bei Rock Am Ring - eine echte Killer Show!

Rob Zombie bei Rock Am Ring - eine echte Killer Show!, Rock am Ring 2014 | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) Rob Zombie bei Rock Am Ring - eine echte Killer Show!, Rock am Ring 2014 | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) Rob Zombie bei Rock Am Ring - eine echte Killer Show!, Rock am Ring 2014 | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) Rob Zombie bei Rock Am Ring - eine echte Killer Show!, Rock am Ring 2014 | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) Rob Zombie bei Rock Am Ring - eine echte Killer Show!, Rock am Ring 2014 | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) Rob Zombie bei Rock Am Ring - eine echte Killer Show!, Rock am Ring 2014 | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) Rob Zombie bei Rock Am Ring - eine echte Killer Show!, Rock am Ring 2014 | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) Rob Zombie bei Rock Am Ring - eine echte Killer Show!, Rock am Ring 2014 | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) Rob Zombie bei Rock Am Ring - eine echte Killer Show!, Rock am Ring 2014 | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) Rob Zombie bei Rock Am Ring - eine echte Killer Show!, Rock am Ring 2014 | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) Rob Zombie bei Rock Am Ring - eine echte Killer Show!, Rock am Ring 2014 | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) Rob Zombie bei Rock Am Ring - eine echte Killer Show!, Rock am Ring 2014 | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) Rob Zombie bei Rock Am Ring - eine echte Killer Show!, Rock am Ring 2014 | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen)

Rock Am Ring 2011 Rob Zombie rockt den Ring.

Rob Zombie rockt den Ring., Rock Am Ring 2011 | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) Rob Zombie rockt den Ring., Rock Am Ring 2011 | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) Rob Zombie rockt den Ring., Rock Am Ring 2011 | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) Rob Zombie rockt den Ring., Rock Am Ring 2011 | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) Rob Zombie rockt den Ring., Rock Am Ring 2011 | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) Rob Zombie rockt den Ring., Rock Am Ring 2011 | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) Rob Zombie rockt den Ring., Rock Am Ring 2011 | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) Rob Zombie rockt den Ring., Rock Am Ring 2011 | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) Rob Zombie rockt den Ring., Rock Am Ring 2011 | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) Rob Zombie rockt den Ring., Rock Am Ring 2011 | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen)

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  • Rob Zombie

    Hat den alten Charme verloren, aber immer noch gut.

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