Porträt

laut.de-Biographie

Zdob Si Zdub

Bang! Farz! Aughh! - Wer kennt sie nicht, diese netten Lautmalereien, ohne die die Comicwelt so blass und emotionslos wäre. Zsob Si Zdub ist ein weiteres Beispiel, an dem Dr. Erika Fuchs wohl wahre Freude hätte. Der Name der Moldauer Band geht auf das Geräusch eines Trommelschlags zurück. Kein Wunder also, dass die Formation bei ihrem ersten Auftritt beim Eurovision Song Contest in Kiew 2005 von einer älteren Dame mit eben jenem Schlagwerk unterstützt wurde.

Die Geschichte der Band reicht aber schon weit bis in die Neunziger Jahre zurück. 1994 gründen Roman Iagupov (Gesang), Mihai Gîncu (Bass) und Anatol Pugaci (Schalgzeug) in Moldawien Zdob Si Zdub, die seither einige Line-Up-Änderungen durchliefen. Pugaci ist mittlerweile Geschichte, die Band komplettieren Sveatoslav Starus (Gitarre), Andrei Cebotari (Schlagzeug), Valeriu Mazilu (Trompete, Sackpfeife) und Victor Dandes (Posaune und weitere traditionelle Instrumente).

Von Anfang an ist das Spiel mit der Folkore ihrer Heimat fest in den Wurzeln der Band verankert. So entsteht ein ganz eigener Crossover aus Punk, Rock, Ska mit Brass-Band-Elementen. Anfangs tragen sie ihre Songs zudem meist in ihrer Heimatsprache vor. Auf späteren Alben kommt immer mehr Englisch zum Einsatz, die Grenzen ihrer Zuhörerschaft erweitern sich immer mehr.

Das erstes Album "Hardcore Moldovenesc" erblickt 1996 das Licht der Welt. Es stellt den Startschuss für eine Karriere dar, die die Band in jedes europäische Land bringen soll, vom kleinen Club über die großen Festivals bis hin zum Eurovision Song Contest.

Als im Jahr 2005 Moldawien zum ersten Mal an diesem Wettbewerb teilnimmt, haben Zsob Si Zdub in ihrer Heimat bereits einen Status erreicht, der es fast unmöglich macht, ihnen zu entgehen. 2002 gewinnen sie beim MTV Romania Video Music Award mit ihrem Video zu ihrer Single "Ţiganii şi OZN".

Zum Sieg reicht mit ihrem Beitrag "Boonika Bate Doba" beim ESC freilich nicht, aber ein spektakulärer sechster Platz kommt für das noch junge Land und die Band, die wie eine osteuropäische Version der Red Hot Chili Peppers auftritt, einem Ritterschlag gleich.

Zwischen 2007 und 2009 nehmen sie an der Linz-Europa-Tour von Hubert von Goisern teil. Innerhalb von zwei Jahren schippert dieser auf einem zur Bühne umgebauten Frachtschiff die Donau abwärts bis zum Schwarzen Meer. Als Resultat der Tournee entsteht das Album "Ethnomecanica", auf dem der gemeinsame Song "Koa Hiatamadl" zu finden ist.

2011 zieht es Zdob Si Zdub ein zweites Mal zum Eurovision Song Contest, diesmal dank Lena nach Düsseldorf. Mit "So Lucky" und riesigen Hüten hinterlassen sie ein weiteres Mal einen bleibenden Eindruck, werden diesmal aber 'nur' Zwölfter.

Gerade in Deutschland, tun sie sich mit Marc Elsner zusammen, der bereits mit Blixa Bargeld, Mr. Ed Jumps The Gun und Die Haut zusammen gearbeitet hat. Gemeinsam nehmen sie das Album "Basta Mafia!" auf, das im Januar 2012 erscheint.

Alben

Zdob Si Zdub - Basta Mafia!: Album-Cover
  • Leserwertung: 5 Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2012 Basta Mafia!

Kritik von Sven Kabelitz

Dub, Punk-Polka und Folklore mit den System Of A Down des Speed Folks. (0 Kommentare)

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