Porträt

laut.de-Biographie

William White

In der Karibik geboren und aufgewachsen, in der Schweiz ansässig und verheiratet - William Whites Biographie erscheint ebenso vielfältig, wie die Musik, die er in seiner Karriere hervorgebracht hat.

White kommt 1973 auf Barbados zur Welt. "Es war die Zeit, in der eine Reise durch das Land mit Musik gefüllt war; Bob Marley & The Wailers kamen aus dem Rum-Shop um die Ecke, Marvin Gaye aus dem Fenster eines Hauses etwas weiter, dann folgten Sam Cooke, Curtis Mayfield und Jimmy Cliff", erinnert er sich auf seiner Homepage. Mit zwölf greift er zum ersten Mal zur Gitarre und beginnt, Lieder zu schreiben.

Mit neunzehn zieht er in die Schweiz, das Heimatland seiner Mutter. "Ein Kulturschock", wie er es bezeichnet. Nach dem Wehrdienst nimmt er ein Studium auf, spielt aber in einer Reihe an Bands und beschließt schließlich, professioneller Musiker zu werden. Es folgen Auftritte in der gesamten Schweiz.

Die berühmteste Combo, bei der er mitwirkt, ist Liz Libido. Trotz zweier Alben, dem selbst betitelten Debüt (2001) und dem Nachfolger "Freakreation" (2002) sowie Konzerte bei berühmten Festivals wie denen in Montreux und St. Gallen, bleibt der Durchbruch aus. Frustriert gehen die Mitglieder der Rockformation im Februar 2004 auseinander.

Zurück bei Frau und Kind in Winterthur, beschließt White, seine Solokarriere zu starten. Zwar hat er genaue Vorstellungen, wie das selbst komponierte Material klingen soll, kann sich die Aufnahmen aber kaum leisten. "Während der Entstehung dieser Platte lebten ich und meine Familie vom Sozialamt. Ich saß damals von morgens 10h bis nachts um 3h im Studio. Das Geld ging aber viel zu schnell aus, was mir einige Probleme machte. Aber schön war, dass so viele Leute mir geholfen haben", erzählt er in einem Interview.

Als das selbst finanzierte, produzierte und eingespielte "Undone" im Februar 2005 in der Schweiz erscheint, ist White kein unbeschriebenes Blatt mehr, da die Auskopplungen "Rain" und "Peace" bereits zuvor in verschiedenen nationalen Radiosendern für Interesse gesorgt haben.

Mit einer Mischung aus Folk, Funk und Soul erinnert White mal an Lenny Kravitz, mal an Jack Johnson, gibt aber an, niemanden kopiert haben zu wollen. "Mein Ziel war es, eine Platte zu machen, die angenehm zu hören ist, die einem nicht in die Knie zwingt, sondern ins Herz brennt", erklärt er. Ob ihm das gelungen ist, dürfen die Deutschen ab dem 22. August 2005 selbst entscheiden, wenn "Undone" auch in hier in die Plattenregale kommt.

Alben

William White - Undone: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2005 Undone

Kritik von Giuliano Benassi

Surfige Töne aus dem Schweizer Winterthur. (0 Kommentare)

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