Porträt

laut.de-Biographie

Wednesday 13

Der Herr mit dem seltsamen Namen Wednesday 13 ist in den Staaten kein Unbekannter. Auch in Europa könnte einem der Knabe schon als Sänger der Murderdolls untergekommen sein - das Nebenprojekt des Slipknot-Drummers Joey Jordison, der dort allerdings Gitarre spielt.

Ursprünglich aus Charlotte, North Carolina stammend spielt der Kerl mit dem bürgerlichen Namen Joseph Poole mit 15 Jahren in ersten Bands. 1995 kommt er auf die Idee, sich nach einem Mittwoch, den 13. zu benennen. Nicht, das an dem Tag irgendwas Besonderes geschehen wäre, vielmehr stammt der Name zur Hälfte von Wednesday, dem Sohnemann aus der Addams Family und der Adresse der Munsters ("1313 Mockingbird Lane"). Scheint so, als habe der Mann mindestens so viel Zeit vor der Glotze verbracht wie Rob Zombie.

1996 gründet Wednesday 13 gemeinsam mit Basser Sicko Zero und Drummer Seaweed die Band Frankenstein Drag Queens From Planet 13, in der er nicht nur singt, sondern auch Gitarre spielt. Gemeinsam veröffentlichen sie vier Studioalben und geben zahlreiche Konzerte. Durch die Bekanntschaft zu Trip Eisen (Ex-Static X) kommt Wednesday an den Job als Bassist bei den Murderdolls. Als dort der Sänger rausfliegt, bekommt er den Posten und bringt gleich diverse Songs seiner alten Band in abgeänderter Version mit ein.

"Beyond The Valley Of The Murderdolls" erscheint im August 2002 und verkauft sich alleine in den USA über 100.000 Mal. Zwei Jahre später folgt ein fünftes Frankenstein Drag Queens-Album, das aber nur neu bearbeitetes Altmaterial zu bieten hat. Da Joey mit Slipknot zu tun hat, setzt sich Wednesday nicht nur faul auf den Hintern, sondern gründet eine neue Band. Im Alleingang (mit Ausnahme der Drums) nimmt er "Transylvania 90210: Songs Of Death, Dying And The Dead" auf und sucht sich danach Pig (Gitarre), Kid Kid (Bass) und Ghastly (Drums), um live auftreten. Roadrunner Records versorgen die potenziellen Ghoulfans ab Anfang April 2005 mit 14 kernigen Rotz-Rock-Nummern.

Der nächste Schlag folgt 2006: "Fang Bang" erscheint beim neuen Label Ryko. Da Wednesday 13 Bands und Musiker so schnell wechselt, wie manch andere Feinripphöschen, gibt es natürlich ein neues Line-Up: Racci Shay (Ex-Murderdolls) an den Drums, Eric Griffin an der Klampfe (Ex-Bassist der Murderdolls) und Nate Manor am Bass (Amen). Wednesday 13 selbst steht wie eh und je hinterm Mikro, die Gitarre umgeschnallt.

Für den Mix des ordentlich rockenden und rollenden Albums zeichnet Bob Marlette verantwortlich. Der hat schon Alice Cooper, Black Sabbath und KISS produziert. Mit "R.A.M.O.N.E.S." ist sogar ein Motörhead-Cover als Bonus mit drauf. Auf der US-Version findet sich als Zusatztrack das Roky Erickson-Cover "Burn The Flames". Gleich darauf geht es in den USA auf Tour.

Wie so oft tanzt Wednesday in der Folgezeit auf mehreren Hochzeiten, etwa mit seinem Outlaw Country-Projekt Bourbon Crow . Nachdem er im Februar zunächst durch die USA und von März bis Mai in Europa unterwegs ist, sitzt er im Oktober wieder im Tourbus. Mit "Wednesday 13's Weirdo A Go-Go" kommt Anfang 2008 die erste DVD vor und Mitte Mai mit "Skeletons" gleich noch die nächste Scheibe. Zunächst steht im Zuge der Veröffentlichung die SkeleTour Europe an, ehe es von Juli bis August wieder durch die Staaten geht.

Die zweite DVD folgt an Halloween. Dabei handelt es sich mehr oder weniger um eine Bonus DVD, die der ersten Live-Scheibe "F**k It We'll Do It Live" beiliegt. Zwar sind Sound, Licht und Bild alles andere als optimal, doch in Verbindung mit dem trashigen Look der Band, stimmt das Gesamtbild.

Alben

Wednesday 13 - Skeletons: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2008 Skeletons

Kritik von Michael Edele

Für Guns N'Roses-Fans, die nicht mehr warten wollen. (0 Kommentare)

Wednesday 13 - Fang Bang: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2006 Fang Bang

Kritik von Michaela Putz

Alice Cooper, Frankensteins Monster, Kunstblut und Rock'n'Roll. (0 Kommentare)

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