Porträt

laut.de-Biographie

Tu Fawning

Tu Fawning - der Name entsteht aus einer Wort-Collage beim Lesen des National Geographic -
gründen sich im Jahr 2007 in Portland, Oregon. Zu dieser Zeit sind Corrina Repp und Joe Haege bereits szenebekannte Musiker. Sie ist anerkannte Folk-Songwriterin mit mehreren Alben, er Frontmann von 31 Knots, die sich mit steigender Reputation an fiebrigem Math-Rock abarbeiten.

Das Paar legt sich schnell fest, Tu Fawning soll mehr sein als die Summe der songwriterischen Fähigkeiten ihres bisherigen Outputs: "Wir wussten von Anfang an, dass wir keine stereotype Instrumentierung für unsere Stücke wollten. Wir hatten beide das Gefühl, kreativ an einem Endpunkt angekommen zu sein. Wir haben so viele gemeinsame Einflüsse, die wir in unseren damaligen Projekten einfach nicht verarbeiten konnten."

In einem Keller in Portland beginnt das Duo mit klassischem Bandinstrumentarium an gespenstischen Pop-Songs zu arbeiten, deren Einfallsreichtum über das Trademark Indie-Rock From Portland weit hinausreicht. Indonesische Gamelan, afrikanische Tribal-Musik und Progressive Rock, Tom Waits, Tortoise und Liars stehen für den Sound von Tu Fawning Pate. So genau weiß es die Band selbst nicht.

"Unseren Sound in Wort zu fassen, ist sicherlich nicht ganz einfach", sagt die Band und schiebt nach, man könne es ja mit "Antique-Dance-Tribal-Gospel" versuchen. Nach einer einjährigen Findungsphase wird das songschreibende Paar durch die beiden Multi-Instrumentalisten Toussaint Perrault und Liza Rietz zu einer Band komplettiert. Er kommt aus der Reggae-Richtung, sie war Geigerin bei einem Weltmusik-Projekt.

Perrault und Rietz können so bereits auf dem Mini-Debüt "Secession" aus dem Jahr 2008 Ideen für Soundeffekte beisteuern. Richtig ernst wird es allerdings erst, als die Band 2010 beim Berliner Independent-Label City Slang unterschreibt, wobei der heiße Tipp mit Sicherheit von Menomena, selbst ambitioniertes City Slang-Signing, gekommen sein dürfte.

Die musikalisch wesensverwandte Band aus Portland beschäftigte Haege nicht nur als Teilzeitmitglied für die Tour zu ihrem zweiten Album "Mines", sondern hat auch die Piano-Parts für ihr 2011 erscheinendes Album "Hearts On Hold" bei Menomena-Tausendsassa Justin Harris aufgenommen.

Die Band selbst ist von ihrem Album jedenfalls schwer angetan: "Es hat was von Magie, wenn dein eigener Song plötzlich so klingt als würde ein Riese durch ein weites Tal schreiten, als würde ein Piano in einem dunklen Keller im Paris der 20er Jahre malträtiert werden." Und während Joe Haege
im Interview über amerikanische Journalisten lästert, denen das Album wohl zu kompliziert zum Abwaschen sei, wird "Hearts On Hold" auch in Deutschland durchweg als phantasievolle Grusel-Miniatur gelobt.

Alben

Tu Fawning - A Monument: Album-Cover
  • Leserwertung: 4 Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2012 A Monument

Kritik von Christoph Dorner

Die Indie-Band aus Portland setzt sich selbst ein Denkmal. (0 Kommentare)

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