Porträt

laut.de-Biographie

Tracedawn

In Skandinavien tragen Schule und Gesellschaft schon recht früh das Thema Musik an einen heran. Auch, wenn man sich schon in frühen Jahren dem Metal widmet, geht das für die meisten Eltern durchaus in Ordnung. So geschehen bei der Familie Yli-Jaskari, deren Sprössling Tuomas sich die Gitarre umschnallt und damit ordentlich durch die Gegend schrammelt.

Nachdem er bei mehreren Bands aktiv war, aber überall Kompromisse eingehen musste, gründet er 2005 unter dem Namen Moravia seine eigene Band. Zumindest nimmt er im Alleingang einen ersten Song auf und macht sich anschließend auf die Suche nach Musikern, die seine Ideen anständig umsetzen können. Und wo lassen sich solche leichter finden, als im Internet? Zumal in Skandinavien eh jeder Metalfan in mindestens drei unterschiedlichen Bands gleichzeitig spielt.

Zu Moravia gehören neben Tuomas bald Sänger Antti Lappalainen, Gitarrist Jeremy Qvick, Basser Henkka Vahtere und Drummer Perttu Kurttila. Mit ihnen geht er im Sommer 2006 direkt ins Studio und nimmt das Demo "Path Of Reality" auf. Damit hauen die Herren diverse Talentscouts ordentlich aus den Socken. Mehrere Labels sind hinter der jungen Band her wie der Teufel hinter der armen Seele. Zunächst ändern sie aber ihren Namen von Moravia in Tracedawn.

Zahlreiche Konzerte später, bei denen sie mit Neuzugang Vili Itäpelto (Keyboards) zu einer echten Band zusammen wachsen, unterschreiben Tracedawn bei Redhouse FMP und veröffentlichen ihr selbstbetiteltes Debüt. In Finnland erscheint das Album im März, der Rest Europas wird erst im August bedient. Nachdem die ersten Festivals absolviert wurden, gibt Basser Henri an Pekko Heikkilä ab.

Mit ihm zusammen spielen Tracedawn unter der Regie von Janne Joutsenniemi (Stam1na, Suburban Tribe) "Ego Anthem" ein. Ähnlich wie auf dem Debüt gibt es eine frische Mischung aus Power, Thrash und Death Metal zu hören, die die Jungspunde nun auch in Deutschland präsentieren. Zunächst sind sie sowohl auf dem Rock Hard Festival, als auch auf dem Wacken Open Air zu sehen. Im Oktober geht es dann zum ersten Mal mit Ensiferum auf Tour.

Kurz bevor man sich im Jahr 2011 mit den Arbeiten am Drittwerk beschäftigt, kommt es im Hause Tracedawn zu grundlegenden personellen Veränderungen. Sänger Antti Lappalainen verlässt die Combo und wird durch Ex-Amoral-Shouter Niko Kalliojärvi ersetzt. Der teilt sich fortan die Vocal-Parts mit Gitarrist Tuomas Yli-Jaskari. Im neuen Line-Up präsentiert das Sextett im Februar 2012 den "Ego Anthem"-Nachfolger "Lizard Dusk".

Bassist Pekko zeigt sich äußerst angetan und beschreibt das Schaffen wie folgt: ""Lizard Dusk" fühlt sich an wie der beste Blowjob deines Lebens."

Alben

Tracedawn - Lizard Dusk: Album-Cover
  • Leserwertung: 4 Punkt
  • Redaktionswertung: 2 Punkte

2012 Lizard Dusk

Kritik von Kai Butterweck

Sechs Melodic-Death-Metalisten streiten sich um den Platz an der Sonne. (0 Kommentare)

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