Porträt

laut.de-Biographie

The Thorns

Immer wieder tun sich gestandene Musiker zusammen, um eine so genannte Superband zu gründen. Ein Phänomen aus den späten 60ern/Anfang der 70er Jahre, zu denen Crosby, Stills & Nash oder Blind Faith zählen, zeitlich näher auch Travelling Wilburys oder Continental Drifters. Den vorerst letzten Eintrag in dieses Kapitel liefern die US-Amerikaner The Thorns.

Die Idee für gemeinsame Studioarbeiten kommt eher zufallig: Pete Droge, Shawn Mullins und Matthew Sweet haben gemeinsam, dass sie als Multiinstrumentalisten, Produzenten und Songwriter schon verschiedene Soloalben herausgebracht haben und vor allem in den USA relativ bekannt sind. Sie kennen sich zwar nur flüchtig, haben aber immer wieder mit dem gleichen Produzenten oder Manager zusammen gearbeitet.

Das Projekt entsteht im Frühjahr 2002, als die Drei beginnen, gemeinsam Lieder zu schreiben und auf zu nehmen. "Es war dieser X-Faktor dabei. Du kannst ihn nicht mit einem Equaliser oder einem Effektgerät rein schmuggeln. Entweder passiert es oder eben nicht", erinnert sich Droge auf der offiziellen Seite der Band. Was als kleines Projekt begann, begeistert den Repräsentanten eines großen Labels so sehr, dass er sie gleich unter Vertrag nimmt.

Die live aufgenommenen Demotapes verwandeln sich im Studio in die ausgefeilten Lieder des Debütalbums "The Thorns". Aushilfe kommt von einem Starensemble, das neben Produzenten Brendan O'Brien (kurz davor verantwortlich für Pearl Jams "Riot Act" und Bruce Springsteens "The Rising") auch aus Drummer Jim Keltner und dem Keyboarder der E-Street-Band, Roy Bittan, besteht.

Mit weitgehend akustischen Arrangements und Harmonien, die stark an CSN erinnern, erreichen sie in den USA eine beschaulichen Erfolg. Wenn sie nicht gerade ihre Solowerke promoten, sind sie gelegentlich gemeinsam auf der Bühne zu erleben. Im Sommer 2003 als Opener für Jayhawks in den USA, im September auch in Deutschland im Vorprogramm der Dixie Chicks.

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