Porträt

laut.de-Biographie

The Sleepy Jackson

"Luke Steels Richtungsmangel ist seine Richtung", schrieb ein englisches Musikmagazin über den Cowboy aus Australien. Und in der Tat fehlt es seiner quasi One-Man-Band ganz gehörig an einem roten Faden. Steel spielt sich ab den 60ern durch die Epochen der melodiösen Gitarrenmusik. Liebt Schrammelgitarren und noch mehr Country/Folk, kann dreschen, heulen und süßlich poppen.

In australischen Perth schlägt sich Jener schon sechs Jahre lang mit etlichen unterschiedlichen Line-Ups herum, bevor 2003 sein Debüt-Album "Lovers" veröffentlicht wird. Es ist sein Album. Sein kleines wunderschönes Werk aus seinem versponnenen Gehirn. Und dass lässt Steel seine Bandmitglieder oft genug durch seine Diktatur spüren. Unter anderem warf er sogar seinen eigenen Bruder aus der Band.

Nach den zwei EPs "Caffeine in the Morning Sun" and "Let Your Love Be Love" werden die Australier endlich von Virgin gesignt und mit gewohnt großem "Hallo" in England empfangen. Das nächste große Ding ist gefunden. Dabei haben The Sleepy Jackson wenig mit dem schlecht heruntergehackten Retro-Punk-Style gemein, der sich in England eingenistet hat. Luke Steel ist zwar ähnlich durchgeknallt, seine Musik kommt aber lange nicht so auf den Punkt wie die anderer The-Bands.

Er düst durch Psychaedlic, die Beatles, ein bisschen Elektronik, viel Flaming Lips und ganz viel Beach Boys. Steele träumt gerne. Bleibt am liebsten ganz ruhig und das passiert ihm in ganz unterschiedlicher musikalischer Untermalung. "Jeder Song muss ein bisschen anders sein, selbst wenn es nur ein kleines Ding ist.", sagt er über seine Arbeitsweise und träumt dabei weiter von den dreißig Platten die er noch machen will: "Eine mit Daniel von Silverchair, eine elektronische, so eine kommerzielle im Britney Spears/Justin Timberlake-Stil, eine Country-, eine Beach Boys Sommer-, eine Pet Sounds-Platte ....". Man sollte die Ohren ganz weit aufmachen.

Alben

The Sleepy Jackson - Lovers: Album-Cover
  • Leserwertung: 4 Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2003 Lovers

Kritik von Vicky Butscher

Zwischen Beatles, Country und Virgin Suicides-Stimmung. (0 Kommentare)

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