Porträt

laut.de-Biographie

The Mae Shi

"Kein Mensch liest mehr Bandwebseiten. Was machst du hier? Geh auf Myspace" als Rüge für die unzeitgemäße Naivität, die Homepage von The Mae Shi besuchen zu wollen. "Willkommen in der Zukunft", willkommen bei The Mae Shi. Trash-Attitüde ohne Kompromisse. Musik machen und dabei neues ausprobieren, schlechte Ideen in die Tat umsetzen und einfach nur hoffen, damit auf dem richtigen Weg zu sein.

Ein achtzigminütiges Mixtape mit den Lieblingsparts aus 1200 Songs oder eine EP zur seelischen Selbstheilung sind die Indikatoren willkürlichen Hedonismus' beim Umgang mit Musik. Ob das Absatzschwierigkeiten mit sich bringt? "Wir finden einen Markt dafür".

Zerbrochene Becken, zehn Dollar Keyboards und aus alten Videokassetten selbstgebaute Synthies produzieren Sounds mit Gameboy-Score. Polyrhythmische Beatgeflechte dienen zur Befriedigung des Spieltriebs. Schiefe Chorgesänge und animalische Laute sind Zeugnisse nie beendeter Kindheiten. Doch wieso auch erwachsen werden? The Mae Shi dient seit 2002 für seine Mitglieder als energiegeladenes Antidepressivum, gegen desolate Gedanken. Es ist die Selbsthilfe-Gruppe, die Familie, der Lebensentwurf.

Instrumente werden hin und her gegeben, Mitglieder aufgenommen und wieder entlassen, unterschiedlichste Konstellationen ausprobiert, bis schlussendlich mit Bradley Joseph Breeck, Jeffrey Joseph Byron, Timothy David Martinez, Jonathan Pat Gray, William Esperanto Gray und Marcus Marsupial Savino 2002 das Line Up steht. Der Koloss infantiler Trashsounds ist im Schoß Los Angeles' geboren und der Kill Rockstars-Ableger 5 Rue Christine nimmt sich der Combo an. Zwei Jahre nach der Gründung folgt das Debüt. Ohne Booking planen sie ihre erste Tour, bieten für 100 Dollar Auftritte bei allen möglichen Veranstaltungen an. In 30 Tagen werden 32 Shows gespielt, darunter Geburtstagsfeiern, Hochzeiten und Bar Mitzwas.

Immer mehr Labels kündigen ihr Interesse an, bis die Band letztendlich fünf Independent-Verträge im Sack hat. "Ich will fast alles und ich bekomme fast alles was ich will" als Hookline vom zwölf Minuten Track "Kingdom Come" und als konsequente Arbeitseinstellung. Was sie dafür in das Projekt investieren? "Wir machen das wenn wir aufstehen, wir machen das nach einem langen Arbeitstag, wir machen das am Wochenende, wir machen das immer". Das Ergebnis: Musik, die nach Freundschaft klingt.

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