Porträt

laut.de-Biographie

The Lo Fat Orchestra

Im Mai 2005 gründet der Schweizer Christoph "Chrisi" Schmid "The Man" gemeinsam mit seinen Kumpels Daniel Zimmermann (Dan) und Thorsten Strohmeier (Stan) aus Villingen-Schwenningen das Lo Fat Orchestra. Chrisi, der Älteste der Truppe, erblickt 1971 das Licht der Welt.

The Lo Fat Orchestra - The Second Word Is Love
The Lo Fat Orchestra The Second Word Is Love
Wenn Schwarzwald und Schweiz gemeinsame Sache machen ...
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Schon in seiner Kindheit eignet sich der Sänger und Orgelspieler sein Handwerk mit wenigen Musikstunden an. Mit Ende zwanzig lernt er Basser Stan in Villingen bei Konzerten seiner ehemaligen Surf-Band kennen, verliert ihn jedoch für sieben Jahre aus den Augen. Stan und Dan, beide Heilerziehungspfleger, kehren ihrer Heimatstadt den Rücken zu und siedeln ins schöne Schaffhausen um. Dort trifft der ehemalige Banker Chrisi seinen früheren Kumpel wieder, versteht sich auch mit Dan sehr gut und die drei gründen das Lo Fat Orchestra.

Außerhalb seiner musikalischen Ambitionen kellnert Chrisi im örtlichen Biergarten "El Sommergarten" und hat als Musikredakteur eine eigene Sendung auf Radio Rasa, dem Schaffhausener Regionalsender. In den Zeiten vor dem LFO spielt Chrisi in der Surfband Surfangels. Der Bandname Lo Fat Orchestra leitet sich von Chrisis DJ Namen "Lo Fat Chrisi" ab. Dan, der Schlagzeuger, spielt vor dem LFO bei Ready Killerwatt, Panoptics, Los Ramonos, Krysa und Colored Models.

Stan ist der Musik seit 1992 aktiv verbunden. Er spielt in kleineren Bands, wie Melting Process, Lekker Kafka, Riva Phoenix Tribe und gemeinsam mit Dan bei den Panoptics. Neben dem LFO zupft er den Bass beim Trash Duo Marvin Firewall & Buddy Breslauer und schreibt an einem Buch.

Zu ihren bevorzugten Bands zählen die Beatles, Dinosaur Jr. oder die Lemonheads. Über ihre Musik sagen sie, es handelt sich um Popmusik ohne Grenzen. Sie lassen sich nicht in Schubladen stecken, sondern entwickeln lieber ihre eigene Schublade aus Orgel, Bass, Schlagzeug und einer guten Portion Humor gepaart mit ein bisschen Wahnsinn.

In nur zwei Tagen im Januar 2007 nehmen die drei Musiker ihr Debüt "Canned Candies" auf. Das Cover stammt aus den Händen von Sänger Chrisi, der schon in frühester Kindheit eigene Plattencover zu Singles zeichnete und nun seinen Traum verwirklicht, eine eigene Scheibe zu designen. Der befreundete Kollege Chris veröffentlicht das Lo Fat Orchestra-Album im Juli 2007. Er ist von der Band sogar so begeistert, dass er seine frisch gegründete Firma Milk & Chocolate Records nach einem Track der Schaffhausener benennt.

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2009 tummeln sich die Jungs wieder im Studio. "Questions For Honey" soll ihr Zweitling heißen. Und es soll um Groove gehen. Die Band selbst spricht von einem "kleinen musikgeschichtlichen Ritt von 60ties Beat zu Soul über Trash, Pop und Noise, gepaart mit unterkühlten New Wave-Beats." Was nach einer so interessanten und selten gehörten Mischung klingt, ist es auch. Bis zum letzten Track bleibt es spannend und verlangt nach mehr.

Doch diesem Verlangen geben die drei Schaffhausener bzw. Schwarzwälder erst knapp drei Jahre nach. Mit "The Second Word Is Love", dass 2012 erscheint, begehen Lo Fat Orchestra Neuland. Orchesterattitüden, Geigenspiel und definitiv mehr Konzept. Das ist das Geheimrezept ihres nun dritten Albums. Das Blatt hat sich gewendet. Von 60ies über die 80ies bis hin zu einer großzügigen Prise mehr Dramatik.

Wieder zeigen Lo Fat Orchestra, dass eine Mischung aus möglichst viel nicht in einem grau-braunen Matsch enden muss. Ganz im Gegenteil. Mit der leidenschaftlichen Hinwendung zu dramatischen und fast schon a-tonalen Synthies, zeigen sie, dass unmischbar Eigenartiges durchaus mischbar ist. Eben so, wie die Schweiz und der Schwarzwald.

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Sa 20.09.2014 Villingen-Schwenningen (Festival)

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