Porträt

laut.de-Biographie

The Legendary Pink Dots

Die Pink Dots umgibt eine seltsame Aura. Konzertgänger der Wahl-Amsterdamer wissen, wovon ich rede. Auf der Bühne steht eine ganze Schar von Musikern, die aus den Tiefen ihrer teilweise selbstgebastelten Instrumente seltsam verschobene Geräusche heraufbeschwört. Verstärkt wird die unheilschwangere Szenerie durch einen schmächtigen Mann mit Mantel, Sonnenbrille und komischen, ins Gesicht gemalten Linien, der seine Weltuntergangsvisionen mit einer derartigen Inbrunst vorträgt, dass es einem eiskalt den Rücken herunterläuft.

Trotz vieler Fans im Dark-Wave- und Gothic-Lager passen The Legendary Pink Dots aber nicht so recht in die schwarze Szene. Zwar ist ihr Sound dunkel, die Lyrics sind meist apokalyptisch. Die ausladenden Arrangements und die vielseitige Instrumentierung in Songs wie "Waiting For The Cloud" vom 87er Longplayer "Any Day Now" rechtfertigen jedoch eher den Vergleich mit den Psychedelic Bands der 70er Jahre.

1980 in London gegründet, wechselt das Line Up der Legendary Pink Dots mit beständiger Regelmäßigkeit. Einzig Sänger Edward Ka-Spel und Keyboarder Phil Knight aka The Silver Man gehören zum Kern der Band, der Mitte der 80er in Amsterdam beim renommierten Label Play It Again Sam unterschreibt.

Ihren psychedelischen Wurzeln bleiben The Legendary Pink Dots während all der Jahre treu. Gleichwohl finden sowohl poppige Nuancen als auch experimentelle Klanggebilde Eingang in den eigenwilligen Soundkosmos der Niederländer. Aus der Flut von Veröffentlichungen stechen seither vor allem die Alben "The Tower", "Crushed Velvet Apocalypse" und "The Maria Dimension" besonders hervor. Daneben bleibt den Mitgliedern noch reichlich Zeit für ausgedehnte Tourneen, Soloarbeiten oder Kooperationen wie dem Projekt Tear Garden, einer Zusammenarbeit mit der kanadischen Formation Skinny Puppy.

Bis zum 25-jährigen Bandbestehen 2005 veröffentlichen The Legendary Pink Dots Dutzende von Alben und Livemitschnitten. Zum Jubiläum erscheinen streng limitierte Single-Releases, die die Band lediglich bei Konzerten verkauft.

Die regelmäßigen Tourneen führen The Legendary Pink Dots auch beinahe jedes Jahr durch Europa. Mit ein Grund, warum sich Edward Ka-Spel und die übrigen Pink Dots auf nach mehr als einem Vierteljahrhundert Underground-Dasein einer kleinen, aber unwahrscheinlich treuen Fanschar erfreuen.

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