Porträt

laut.de-Biographie

The Foreign Exchange

Noch Mitte der 1990er wäre ein Projekt wie The Foreign Exchange völlig undenkbar gewesen. Matthijs Rook und Phonte Coleman zeigen, welche Möglichkeiten das Internetzeitalter bietet – abseits der von Major-Labels gerne breitgetretenen Gefahr der Urheberrechtsverletzung.

Als das Duo 2004 sein Debüt veröffentlicht, haben sich Rook und Coleman noch nicht einmal in die Augen gesehen. Die Online-Plattform Okayplayer macht es möglich, dass ein amerikanischer Rapper und ein niederländischer Produzent eine Band gründen, die in den kommenden Jahren für Aufsehen sorgen soll.

Insbesondere Phonte Coleman verdient sich bis Mitte der 2000er als Teil der Rap-Kapelle Little Brother seine Sporen. Während der Arbeiten an deren Debüt "The Listening" stößt Phonte auf die Beats eines niederländischen Produzenten namens Nicolay. Die Wege im World Wide Web sind kurz. Eine Mail genügt, der Kontakt ist hergestellt und die virtuelle Zusammenkunft endet in "Light It Up", der B-Seite der ersten Little Brother-Single "Whatever You Say".

Die Zusammenarbeit ist so fruchtbar, dass das Duo für die Single "Daykeeper" des Zweitlings "Leave It All Behind" eine Grammy-Nominierung einheimst. Zeitgleich kündigen Little Brother ihre Trennung an. Schnell schießen Spekulationen ins Kraut, wonach der Erfolg der eigentlich als Nebenprojekt geplanten amerikanisch-niederländischen Arbeitsgemeinschaft der eigentlich Grund für den Bruch wäre.

"Selbst wenn das Projekt mit Nicolay gefloppt wäre, stünden wir als Gruppe an demgleichen Punkt wie jetzt, da wir beide nach etwas anderem suchen und andere Ausdrucksmöglichkeiten brauchen, als sie mit Little Brother möglich sind", wiegelt Phonte in der JUICE mit Blick auf seinen Bandkollegen Big Pooh ab.

Offensichtlich findet er die mangelnden Ausdrucksmöglichkeiten bei The Foreign Exchange. Ist das Debüt noch klassisch auf Hip Hop getrimmt, gehen Nicolay und Phonte bereits beim Nachfolger andere Wege. R'n'B und Elektro-Elemente bahnen sich ihren Weg in die Arbeit der beiden Austauschstudenten. Nicht wenige bezeichnen das Duo seither als das Innovativste, was die Musikwelt in Sachen urbane Unterhaltung zu bieten hat. Jazzy Jeff, King Britt und DJ Spinna sind bekennende Fans.

Später lernen sich die beiden auch persönlich kennen, Zusammenkünfte sind jedoch nach wie vor selten. Zum Leidwesen der Fans, die nur selten in den Genuss kommen, das zumeist mit einer Live-Band unterstützte Duo hautnah erleben zu können. Denn aller virtueller Errungenschaften zum Trotz: In Real ist immer noch am besten.

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