Porträt

laut.de-Biographie

The Butterfly Effect

Kann der Sound der australischen Band The Butterfly Effect im Rest der Welt einen musikalischen Orkan auslösen? Nimmt man die Akzeptanz in heimischen Gefilden zum Anlass, könnte man fast mit "ja" antworten. Und dies ganz ohne Anbiederung. Interessanterweise verändert sich der Sound der Band von eher Nu-Metal-lastigen Songs auf der ersten EP hin zum eigenständigen, vielfältigen und durchdachten Sound der nachfolgenden und insbesonderen der dritten Veröffentlichung.

Die stilistische Offenheit der Aussies war der Metamorphose einer Hüpf-Metal-Raupe zu einem in unterschiedlichen Facetten schillernden Prog-Schmetterling zuträglich. Die Auffassung von Progrock äußert sich eher in einer Vorliebe unterschliedlicher Spielarten als technischer Finessen. Auch wenn letztere nicht unter den Tisch fallen, kreiert das Quartett hingebungsvoll eigenwillige Arrangements, ungewöhnliche Rhythmen und tiefgängige Klangschichtungen. Anklänge an Alternative-Kings wie Muse oder Thrice finden sich ebenso wie Reminiszenzen an Prog-Vertreter wie Dredg. Dazu gesellt sich ein verfänglicher, die Hörbahn in Lichtgeschwindigkeit heraufeilender und im Langzeitgedächtnis festsetzender Melodienzauber.

Die Band gründet sich in Brisbane im Jahre 1999. Die Banderfahrungen sind allesamt nicht von überschwänglicher Harmonie geprägt und so fasst man den Vorsatz, dieses Mal alles richtig zu machen. Dass sich so ein Vorsatz nicht in Schall und Rauch auflöst, sieht man an der seit Bandgründung unveränderten Besetzung: Clint Boge (Gesang), Ben Hall (Schlagzeug), Glenn Esmond (Bass), Kurt "Puddles" Goedhart (Gitarre).

Das Jugendradionetzwerk Triple J entpuppt sich für die Band als Karriere-Sprungbrett. Ein Song gelangt auf Dauerrotation und kann die Begeisterung der Hörerschaft für sich gewinnen. Mit den letzten beiden Veröffentlichungen gelingt der Band der Einstieg in die Australischen Top Ten. In Down Under rackern sich die Jungs zu dem Zeitpunkt schon seit zehn Jahren livehaftig den Allerwertesten ab und teilen sich sogar mit The Prodigy die Bühne. Hierzulande reicht es immerhin schon für eine Supporttournee für 4Lyn 2004.

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