Porträt

laut.de-Biographie

Sylabil Spill

"Er ist intelligent, exzellent, wortgewandt. Du nicht." So definiert sich Sylabil Spill selbst.

Der gebürtige Kongolese, Jahrgang 1983, kommt 1991 nach kurzem Zwischenstopp in Paris nach Bonn. Mitte der Neunziger taucht Sylabil Spill erstmals in die rheinische Freestyleszene ein. Er wird bald zusammen mit weiteren späteren Kölner Deutschrap-Größen bekannt.

Gemeinsam mit Huss & Hodn gründet er die Formation Die Beleidiger, in deren Rahmen er sich das Pseudonym Der Radira zulegt. Solo wie in der Gruppe prägt Sylabil die reduzierte und karikaturartige Rapschule der 2000er-Jahre.

Mehr noch als seine Weggefährten setzt Spill dabei auf aggressiv-monotonen LoFi-Sound. In den gern schwarzweiß gehaltenen Videoclips fletscht der Rapper die Zähne und erinnert zwischen den unzähligen Punchlines mitunter an den Geisteskrankenrap eines Taktlo$$ - wenn auch ohne dessen poetische Seite.

Von böse über manisch bis hin zu irre gibt sich der selbsternannte "Nahkampffan" dann auch in den ersten physischen Releases. Die tragen sprechende Titel wie "Freunde? Nein!", "Komm Nicht Her. Ich Töte Dich!" oder "Negative Energie".

Dank Auftritten, unter anderem beim Splash!-Festival (2008 mit Die Beleidiger), macht sich Spill zumindest in untergrundigen Deutschrap-Zirkeln einen Namen. 2013 erscheint mit "roh.kalt" eine erneut brachiale Feature-EP zusammen mit Morlockk Dilemma auf ENTBS.

Ganz klar, der Battle-freudige Rapper sucht neue Verehrer, keine Freunde. Und ist in Wirklichkeit natürlich ein netter Typ.

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