Porträt

laut.de-Biographie

Straight P

Fans von Straight P brauchen einen langen Atem. Von seinen ersten Rap-Versuchen als Teenager bis zur Veröffentlichung seines Debüt-Albums "D.O.G. - Deep Ohne Grund" im Jahr 2012 gehen gut zwanzig Jahre ins Land. Wieder und wieder werfen das Leben und die Umstände dem Mann Knüppel zwischen die Beine. Entmutigen lässt sich Straight P davon jedoch nicht.

1978 erblickt in der Domstadt ein Knabe namens Patrick Carien das Licht der Welt. Seine Kindheit und Jugend verbringt er allerdings im nahen Bonn. Dort kommt er erstmals mit der in Deutschland noch sehr jungen Hip Hop-Kultur in Berührung.

Wenig später, mit 15, hat er das Mikrofon bereits selbst in der Hand und spuckt englische Texte unters Volk. Die von ihm gegründete Crew heißt Teenage Niggaz. Der Formation ist allerdings kein allzu langes Leben beschieden. Nach der Trennung machen Patrick und sein DJ zu zweit als Fools Contact weiter.

Der erste Einschnitt erfolgt 1995: Zugunsten einer Ausbildung legt Patrick das Mikrofon zur Seite. Der Ernst des Lebens ruft. 1999 dann die Rückkehr nach Köln.

"Ohne feste Crew, DJ oder Producer habe ich zwar zunächst wenig aufgenommen und gespielt, aber nie aufgehört zu schreiben und meinen Style zu festigen", beschreibt er selbst die Zeit bis 2002, als er erstmals als Straight P auf die Bühne steigt – dieses Mal mit deutschen Texten.

Schnell knüpft er Kontakte zur Kölner Produzenten- und Hip Hop-Szene: Neben Verbindungen zu Iron Ive und Sinproduction kommt es zu Kollaborationen mit Huss & Hodn, Stef The Crashtest und Noy Riches, sprich dem Entourage-Umfeld, wo er sich als "Kölns Fels" mit roher, aber ehrlicher Battle-Attitüde einen Namen macht.

Bis 2007 entstehen viele Tracks, die es jedoch nie auf eine nennenswerte eigene Auskopplung geschweige denn auf ein Album schaffen. Gemeinsam mit Mixmeister DJ Boogie entschließt sich Straight P, diesen Missstand endlich aus der Welt zu schaffen und veröffentlicht 2008 unter dem Namen "Plan P" eine Werkschau der vergangenen acht Jahre.

Straight P selbst sieht diesen Überblick als Vorbereitung auf sein erstes "richtiges" Album. Das lässt allerdings noch weitere vier Jahre auf sich warten. An der Schlagrichtung ändert die elend lange Produktionsphase indes nichts:

"Der Glaube an seinen eigenen Weg, Beharrlichkeit in der Selbstverwirklichung und das Auflehnen gegen eingefahrene sogenannte Regeln", zählt Straight P seine Absichten auf, die einen aus jedem einzelnen Song heraus anspringen. "Rap bleibt mein Überdruckventil."

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