laut.de-Biografie
Straight P
Als Teenager kommt der 1978 in Köln geborene und in Bonn aufgewachsene Patrick Carien zum ersten Mal mit der in Deutschland noch sehr jungen Hip Hop-Kultur in Berührung. Bereits mit 15 Jahren beschließt er, das Mikrofon selbst in die Hand zu nehmen und gründet seine erste Crew: Teenage Niggaz.
Einer seiner damaligen Weggefährten ist der Kölner Blade, der etwa zehn Jahre später bei Samy Deluxe' Label wieder in Erscheinung tritt. Nach dem ersten Bandsplit bleiben ihm nur zwei Dinge erhalten: Die englischen Lyrics und sein DJ, mit dem er als "Fool Contact" weiter macht.
1995 legt er das Mic dann zur Seite und widmet sich seiner Ausbildung. 1999 kehrt er nach Köln zurück. "Ohne feste Crew, DJ oder Producer habe ich zwar zunächst wenig aufgenommen und gespielt, aber nie aufgehört zu schreiben und meinen Style zu festigen", beschreibt er selbst die Zeit bis 2002, als er erstmals als Straight P auf die Bühne zurückkehrt – dieses Mal mit deutschen Texten.
Schnell knüpft er Kontakte zur Kölner Produzenten- und Hip Hop-Szene: Neben Verbindungen zu Iron Ive und Sinproduction kommt es zu Kollaborationen mit Huss & Hodn, Stef The Crashtest und Noy Riches, sprich dem Entourage-Umfeld, wo er sich als "Kölns Fels" mit überwiegend roher, aber ehrlicher Battle-Attitüde einen Namen macht.
Bis 2007 entstehen viele Aufnahmen und Stücke, die es jedoch nie auf eine nennenswerte eigene Auskopplung geschweige denn ein Album schaffen. Gemeinsam mit Mixmeister DJ Boogie entschließt sich Straight P, diesen Missstand endlich aus der Welt zu schaffen und veröffentlicht 2008 unter dem Namen "Plan P" eine Werkschau der vergangenen acht Jahre.
Straight P selbst sieht diesen Überblick als Vorbereitung auf sein erstes "richtiges" Album und erläutert die Schlagrichtung seines Vorhabens wie folgt: "Der Glaube an seinen eigenen Weg, Beharrlichkeit in der Selbstverwirklichung und das Auflehnen gegen eingefahrene, sogenannte Regeln." Oder kurz: Straight forward.