Porträt

laut.de-Biographie

Seydu

Der Percussionist, Komponist und Sänger Anthony Zachariah Seydu stammt aus Freetown, der Hauptstadt des kleinen westafrikanischen Staates Sierra Leone. Der Name der Stadt erklärt sich aus der Tatsache, dass Freetown vor mehr als 200 Jahren als Anlaufstelle für heimkehrende Sklaven geschaffen wurde. Sklaven, die in ihren Heimatkontinent zurück kehrten ließen sich hier nieder, so vereint Freetown Volksgruppen verschiedenster Kulturen. Natürlich hinterließ der kulturelle Reichtum seiner Geburtsstadt tiefe Spuren in der Entwicklung von Seydu.

Sein Großvater lehrt ihn schon in frühen Jahren das Percussionspiel, während seine Mutter ihm die Weisen und Lieder der Ahnen vorsingt. Er engagiert sich in der "National Dance Troupe" und beginnt zu reisen. Auf einer dieser Reisen begegnet er dem mittlerweile verstorbenen Afro-Star Fela Kuti und arbeitet eine Zeit lang mit ihm zusammen. Mitte der 80er Jahre kommt Seydu zunächst nach London, bevor er sich in Spanien niederlässt. Dort lebt und arbeitet er bis zum heutigen Tag.

Stilistisch bewegt Seydu sich im weiten Feld der Weltmusik. Er sucht dabei die Begegnung mit anderen Stilen, bezieht sich aber immer deutlich auf seine Wurzeln Reggae, Afro, Latin und Jazz. Auf der Suche nach neuen Erfahrungen bedient er sich gerne der Popmusik, um seine Message unters Volk zu bringen. In seinem zweiten Album "Diamond Tears" geht es beispielsweise um den "Diamantenkrieg", der Sierra Leone zwischen 1991 und 1995 in ein blutiges Chaos stürzte. Und natürlich um die Themen Leid, Ohnmacht und Sinnlosigkeit, die immer mit Kriegen einhergehen. Er widmet das Album den Kindern seines Landes, die in diesem Krieg als Soldaten verheizt wurden oder in anderer Hinsicht Opfer der Krieges wurden.

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