Porträt

laut.de-Biographie

Semisonic

Was tun, wenn zwei Herzen in der Musikerbrust schlagen? Ist doch ganz einfach: Zwei Bands gründen. Dachten sich bereits 1994 Dan Wilson, John Munson und Jacob Slichter. Die Jungs aus Minneapolis ließen unter dem Namen "Pleasure" ihre Rockvorlieben aus dem Sack, während das Projekt "Semisonic" eher Raum für unkonventionellere Ideen darstellte. Pleasure bekommt noch im selben Jahr einen Plattenvertrag bei Elektra. Unschön nur, dass bei Fertigstellung der Aufnahmen das Entscheidungsgremium der Company neu besetzt ist und die neuen Cheffes mit Pleasures Ergüssen überhaupt nichts anfangen können.

In dieser freudlosen Zeit purzeln die neuen Songideen dem Sänger und Gitarristen Wilson nur so aus den Fingern und als man an einen Deal mit MCA kommt, veröffentlicht die Band kurzerhand das alte Material unter dem Titel "Pleasure EP". Mittlerweile hat man sich auf den Namen "Semisonic" geeinigt, da die Rechtsanwälte einer bereits aufgelösten Früh-Achtziger-Funkcombo namens Pleasure noch immer Besitzansprüche stellen. Die Debutscheibe "Great Divide" erscheint im Frühjahr 1996, macht allerdings vorerst nur (aber immerhin) in den Staaten von sich reden. Der Titel bezieht sich übrigens auf die große Distanz zwischen der Heimat Minneapolis und Kalifornien, die die Band während der Aufnahmen ständig überbrücken musste.

1997 geht es sogleich an das zweite Werk: Wilson kommt mit ganzen 30 neuen Songs an und auch Munson und Slichter haben etwa dieselbe Zahl an Songskizzen. Immerhin 16 schaffen es auf die Nachfolgescheibe "Feeling Strangely Fine", die den großen Erfolg bringt. Allen voran die Single "Closing Time", die fortan sowohl bei High School-Feten als auch bei den World Series Games in Baseballstadien zur Beschallung dient. Zwei Schauplätze, die eigentlich von jedem Ami einmal besucht werden. In Europa ist es dagegen die Single "Secret Smile", die auch die Albumverkäufe in den Platinbereich (England) treibt.

Der sehr melodiöse Alternative Rock des Trios kommt 2001 auf All About Chemistry in einer dritten Variante in die Läden. Songwriter Wilson, mittlerweile mit dem Grammy ausgezeichnet, erfüllte sich einen Wunschtraum, da die Piano-Legende Carole King für den Song "One True Love" ins Studio schneite. Das insgesamt sehr poppige Ergebnis bezieht besonders die Elemente Synthesizer und Samples stärker als bisher in das Soundbild mit ein. Auch Streicherarrangements und echte Hörner sind zu hören. Im Frühjahr 2001 treten Semisonic hierzulande nur bei Rock Am Ring/Rock Im Park auf.

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