Porträt

laut.de-Biographie

Sedaa

Das persische Wort für Stimme haben Sedaa zum Namen ihres Ensembles erhoben. Eine gute Wahl, stehen die Stimmen doch absolut im Zentrum des Geschehens, das traditionelle mongolische Klänge mit orientalischen Harmonien fusioniert.

Die beiden Sänger Nasanjargal 'Nasaa' Ganbold und Naranbatar 'Naraa' Purevdorj stammen aus Ulan Bator, der Hauptstadt der Mongolei. Dort studieren sie klassischen mongolischen Gesang wie den Kehlgesang Kagyraa oder die Obertontechnik Khöömej.

Zudem halten sie die ebenso traditionellen Instrumente ihres nomadischen Erbes in Ehren und spielen Pferdekopfgeige, Morin Khuur, und den mongolischen Bass, Ikh Khuur. Mit ihrer Band Transmongolian erlangen sie einige Bekanntheit.

Das orientalische Element bringt Omid Bahadori bei Sedaa ein: Der Multiinstrumentalist stammt aus Isfahan im Iran, lebt und wirkt aber in Hannover. Ein Skatebord tauscht er gegen seine erste Gitarre ein: eine gute Entscheidung.

Später gesellen sich diverse Instrumente, insbesondere Rhythmusgeräte und Trommeln, hinzu. Bahadori stellt eine Hälfte des Gitarren-Duos Rangin und kooperiert mit Musikern aus aller Welt.

2004 trifft er auf Transmongolia. "Damit öffnete sich für mich eine neue Dimension der Ton-Wahrnehmung", erinnert er sich auf seiner Homepage. "Die Einfachheit und die Magie dieser Musik, die sehr auf das Spielen mit Obertönen ausgelegt ist, finde ich faszinierend."

"Ich wünschte mir, die orientalische mit der mongolischen Musik zusammenzubringen, und so gründete ich mit zweien von ihnen die Musikgruppe Sedaa."

Live verstärkt oft noch der in Wien lebende Hackbrett-Virtuose Ganzorig Davaakhuu das Line-Up. Zudem bedienen sich Sedaa der Dienste verschiedenster Gastmusiker.

So treffen im Sound des Ensembles der einfache, meditative Vibe der Steppe auf vielgestaltiges orientalisches Flair. Zudem zeigen sich Sedaa offen für westliche Einflüsse, für Andeutungen von Funk oder Rock, ohne die Essenz zu verwässern. Das Ergebnis: im wahren Wortsinne Weltmusik.

Alben

Sedaa - New Ways: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2012 New Ways

Kritik von Dani Fromm

Akustischer Kuraufenthalt in der mongolischen Steppe. (0 Kommentare)

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