Porträt

laut.de-Biographie

Savas Pascalidis

Es genügt ein Blick in das zumeist hinter einer wuchtigen Sonnenbrille versteckte Gesicht von Savas Pascalidis, um den Stuttgarter DJ, Produzent und Labelmanager als einen Freund der 70er Jahre zu brandmarken. 100% schwülstige Disco-Ästhetik verheißt das sorgsam auf der Nase zurecht gerückte Accessoir. Anleihen davon finden sich, elektroid dem Zeitgeist angepasst, auch auf den Veröffentlichungen, die seit 1995 auf Labels wie seinem eigenen Imprint Lasergun, auf Richard Bartz' Kurbel oder DJ Hells Gigolo Records das Licht der Welt erblicken.

Savas Pascalidis - Nuclear Rawmance
Savas Pascalidis Nuclear Rawmance
Pascalidis experimentiert mit housigen Klängen.
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Pascalidis kommt 1970 als Sohn griechischer Eltern in der schwäbischen Metropole Stuttgart zur Welt. Den Disco-Glamour-Hype, vom Münchner Produzenten Giorgio Moroder maßgeblich mit angestoßen, bekommt Pascalidis allenfalls im Ansatz mit. Dennoch bleiben die Disco-Tunes der 70er bei seinen Produktionen ein gerne eingestreuter Referenzpunkt. Mitte der 80er ist aus der Liebe zur Musik längst eine Leidenschaft geworden. Beste Voraussetzungen, um öffentlich an die Turntables zu treten.

Das tut Pascalidis denn auch, legt selbst auf, organisiert Parties und beginnt zu Beginn der 90er Jahre eigene Tracks zu produzieren. Einer der ersten erscheint 1995 auf dem Label 909 Perversions, bevor er mit dem '97er Release "Helter Skelter" auf dem Wiener Label Loriz Sounds, wo auch Gerhard Potuznik und Patrick Pulsinger beheimatet sind, aufhorchen lässt. Kurz darauf debütiert Pascalidis mit "Sugarland Express" auf Kurbel und zeigt, dass er sich durchaus auch auf kräftige Technotools versteht.

Seinen charakteristischen, von 70er und 80er Referenzen durchzogenen Electro-Techno macht Pascalidis mit seinem Label Lasergun Ende der 90er zum Markenzeichen. Auf der "Stellar Funk EP" erfährt Altmeister Vangelis' "End Title" eine Frischzellenkur, die ihm gut zu Gesicht steht. Das gefällt auch DJ Hell, der Pascalidis einlädt, seiner Gigolo-Connection beizutreten und dort 2002 seinen ersten Longplayer "Galactic Gigolo" zu veröffentlichen.

Zudem schlüpft Pascalidis gerne in die Rolle des Superastronaut oder bringt seine Musik unter den Pseudonymen The Phreek oder Universal Power unters Volk. Auf Lasergun gibt er frischen Künstlern wie den finnischen Ural 13 Diktators oder dem japanischen Bondage-Projekt Steril eine Plattform. Zombie Nation, Hakan Lidbo, Water Lilly und Northern Lite vervollständigen den Labelkanon.

2005 beginnt für Pascalidis mit einem Doppelstreich. Nach einer Maxi auf Gigolo steht im März sein zweites Album "Disko Vietnam" in den Plattenläden, das den Fokus der Referenzen von den 70er und 80er Jahren hin zu verspulten Acid-Sounds richtet. Eine Tournee führt ihn im Anschluss durch die Clubs der Welt. Im Berliner Polar TV steht Pascalidis regelmäßig mit internationalen Gästen an den Turntables. Im Spätsommer 2005 lässt Savas dann wieder auf dem eigenen Label Lasergun von sich hören. Mit der Maxi "Haunted House" pflegt er seine Liebe zu dunklen Discobeats. Freilich nicht ohne den Tracks den nötigen Funk einzuhauchen.

Alben

  • Savas Pascalidis

    Sachlich, nüchterne Homepage mit News, Charts und Dates.

    http://www.savas-pascalidis.com/
  • Lasergun Records

    Labelseite von Pascalidis, wo auch Hakan Lidbo oder Steril gerne vorbeischauen.

    http://www.lasergun-records.com/
  • Gigolo Records

    Diskographie, Dates und Bio bei den Gigolos.

    http://www.gigolo-records.de/

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