Porträt

laut.de-Biographie

Rüdiger Oppermann

Harfenist, Musikmanager, Globetrotter, Festival-Initiator und Weltmusik-Ikone: Rüdiger Oppermann fungiert als Mensch gewordene Brücke zwischen verschiedensten Kulturen.

Rüdiger Oppermann wächst in der Pfalz auf. Bereits in frühen Jahren erhält er eine klassische Ausbildung an Klavier und Cello. Doch in Zeiten, in denen Songs von Elvis Presley und den Beatles im Radio rauf und runter gespielt werden, erfreut sich der Musikliebhaber auch an den Klängen des Blues.

So bringt er sich nebenbei auch noch das Gitarrespielen selbst bei. Im Jahr 1973 stößt er durch Zufall auf das Schaffen von Alan Stivell, einem bekannten Harfenisten. Fortan entwickelt sich das keltische Zupfinstrument zum musikalischen Mittelpunkt Oppermanns.

Nach der Schulzeit absolviert er ein Studium zum Sozialpädagogen, doch von gängigen Job-Konventionen hält der emsige Süddeutsche nur wenig. So reist er 1975 für ein Jahr nach Afrika. Zurück in Deutschland kappt er die letzten verbliebenen Bänder zum Alltag und zieht als Gaukler und Straßenmusiker durch die Lande. Immer im Gepäck: die Harfe und unersättlichen Drang nach musikalischer Weiterbildung.

Stets auf der Suche nach Neuem, bereist Oppermann die ganze Welt. Iran, Sri Lanka, Indien, Afrika, Südamerika: Kein Weg ist dem Pfälzer zu weit. Auf seinen unzähligen Reisen über die Kontinente erlernt er viele neue Harfen-Spielweisen, darunter Kundi (Bogenharfe, Zentralafrika), Mbira (Ostafrika), Rubab (Afghanistan), Gamelan und indische Rhythmik (Mrigandam) auf Ceylon.

Anfang der Achtziger verbringt Oppermann wieder vermehrt Zeit in Deutschland, wo er sich einer mittelalterlichen Straßenshow anschließt. Er lebt überall, in Kommunen, in Zirkuszelten, auf der Straße und in Häusern befreundeter Musikerkollegen. Dort verfeinert er nicht nur sein Harfenspiel, sondern befasst sich auch mit der Herstellung seines Lieblingsinstruments. Die Art und Weise, wie Oppermann zunehmend Eins wird mit der Harfe, sorgt in der Öffentlichkeit für offene Münder.

Im Jahr 1981 erscheint unter dem Titel "Zongo" das erste Studioalbum von Rüdiger Oppermann. Von nun an erfreut sich die stetig wachsende Anhängerschaft über regelmäßige Veröffentlichungen des Virtuosen. Doch Oppermann will mehr. Er will Kulturen verbinden, Menschen aus den verschiedensten Ecken der Welt zum musikalischen Austausch bewegen und vor allem: entdecken, entdecken, entdecken.

In Kalifornien trifft er auf Mickie Zeckleys, der in den Wäldern von Mendocino das Summer Music Camp betreibt. Hier holt sich Oppermann seine Inspiration für spätere Festivalprojekte wie das SommerMusikFest und das KlangWelten Festival.

Nach unzähligen Tourneen, die ihn in die entlegensten Ecken des Planeten führten, haufenweise Band-Experimenten, Workshops, Musikmanager-Tätigkeiten und zahlreichen Samplerbeiträgen und Studioveröffentlichungen gilt Rüdiger Oppermann als eine der Speerspitzen der internationalen Weltmusik-Szene.

Die weltweit angesehene Harfenisten Kim Robertson spricht aus, was viele Experten über den deutschen Musiker denken: "Rüdiger Oppermann ist der Einstein der Harfe."

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