Porträt

laut.de-Biographie

Riots Not Diets

Argentinien ist zwar ein sehr großes Land, aber leider gibt es dort viel zu wenig Auftrittsmöglichkeiten und zudem ist es noch sensationell teuer, wenn man denn mal auf Tour gehen möchte. Und wohin zieht man dann als musikalisches Geschwisterpaar? Nach Deutschland, ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Nun ja, Geschmacksache. Riots Not Diets jedenfalls ziehen nach Berlin, wo sich auch schon so manche Freaks und Nerds nieder gelassen haben.

Riots Not Diets - Orange Mocha Frappuccino Aktuelles Album
Riots Not Diets Orange Mocha Frappuccino
Kurzer und schmerzloser Tritt in den Arsch!

"Geh doch nach Berlin", rotzte einst eine tolle Band aus Köln und ob sich die Riots Not Diets (RND) wohl an dieser Hymne orientierten, sei mal dahin gestellt. Fakt ist, dass es Federico (Gitarre) und Agustina (Gesang) Mancinelli 2004 in die, wie sie behaupten, "perfekte Stadt für Bands" zieht.

Dort sitzen sie nun in der Altbauküche und komponieren Revolutionshymnen im klassischen Lo-Fi-Stil. Das ist D.I.Y. in bester Qualität. Energie hat äußerste Priorität bei den Riots Not Diets. In nur 18 Minuten endet ihr Krachdebüt "Orange Mocha Frappuccino" mit insgesamt 11 Punkrock-Brechern. In den Texten rebellieren, träumen und schreien sie offen heraus, was ihnen am Arsch vorbei geht oder auch mal am Herzen liegt. "Es ist niemals naiv, Träume zu haben. Es ist das Beste! Ohne Träume bist du tot!"

Allzuviele Presseweisheiten findet man noch nicht über das kraftvolle Geschwisterpaar. Doch schon ändert sich das. Im Herbst 2006, kurz nach Veröffentlichung der Platte, geht es auf Konzertreise und da erobern die Riots die Bühnen und reißen die Menschen aus ihrem all zu ernsten Alltag. Mit verzerrtem Gesang, nicht zu vielen Gitarrenakkorden und einigen Knopfdrückern auf der alterschwachen Drummmachine. Dazu ein paar humorvolle Zwischenrufe und jede Menge Tanzeinsatz. Und fertig ist der heiße, südamerikanische Rock'n'Roll-Tritt im charmanten Doppelpack.

Glücklicherweise entdeckt ein geschmackvolles Label namens Rekontre aus Köln die revolutionierenden Fettmacher. Vorbilder gibt es einige. Sonic Youth, Ramones und auch jüngere Rebellen wie die Yeah Yeah Yeahs gehören mit Sicherheit dazu. RND sind keine Gallaghers oder Dewaeles. Möchten sie auch gar nicht sein. Sie sind die Mancinellis, die über Hausbesetzungen und den Folgen von zu viel Eiscreme berichten. Hurra, Punks Not Dead!

Alben

  • MySpace

    Brauchen noch mehr K(l)icks!

    http://www.myspace.com/riotsnotdiets

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