Porträt

laut.de-Biographie

Pure Love

"Manchmal muss man im Leben einfach neue Dinge ausprobieren, um herauszufinden, wo man wirklich steht", erklärt Ex-Gallows-Frontmann Frank Carter die Entstehung des Breitwandrock-Projekts Pure Love. Frank Carter und Jim Carroll (Ex-Suicide File, Hope Conspiracy) lernen sich im Jahr 2006 auf Tour kennen. Die beiden werden Freunde und tauschen abseits ihrer Homebands musikalische Ideen aus. Jim Carroll erinnert sich: "Ich habe ihm nach der Tour einfach mal eben so einen Song von mir geschickt. Kurze Zeit später kam Frank bereits mit ausgereiften Lyriks und Harmonien daher. Das war so eine Art Initialzündung für mich."

Für das Duo steht fest, dass man sich musikalisch vom aggressiven Hardcore-Sound ihrer Homebands entfernen will. Inspiriert vom Hook-lastigen Schaffen so illustrer Bands wie Led Zeppelin, The Beatles und Pink Floyd schicken sich die beiden in den folgenden fünf Jahren massenhaft Material hin und her und bilden so das Fundament für eine bevorstehende Zusammenarbeit.

Diese nimmt richtig Formen an, als Frank Carter im Jahr 2011 seine Hauptband Gallows verlässt und sich dazu entschließt von England nach New York - Jimm Carrolls Heimatstadt - zu ziehen. Von nun an dreht sich bei dem Zweier alles nur noch um Stadionriffs, eingängige Harmonien und der Suche nach einem passenden Namen für das neue Projekt: "Wir haben wirklich ewig gesucht. Irgendwann stießen wir dann auf den Song "Pure Love" von Mahavishnu Orchestra. Wir guckten uns an und es machte einfach Klick", berichtet Frank.

Keine zwei Wochen später kümmern sich die Verantwortlichen bereits eifrig um die Herstellung von Stickers, Buttons und Shirts: "Wir waren wie im Rausch und konnten es kaum abwarten loszulegen", sagt Jim.

Die beiden holen sich Studio- und Live-Verstärkung an Bord und beginnen mit dem Finalisieren erster Songs. Anfang Januar 2012 unterzeichnen Pure Love einen weltweiten Deal mit Vertigo Records. Von nun an greift ein Rädchen ins andere. Die erste Live-Show während der NME-Awards in London endet mit Jubelarien und Standing Ovations seitens des Publikums und auch die erste Single "Bury My Bones", die Ende April 2012 bei der BBC Premiere feiert, wird von Kennern und Neugierigen frenetisch abgefeiert. Ähnlich verhält es sich mit den anschließenden Song-Outputs "The Handsome Devils Club" und "Beach Of Diamonds", die die Band in einem druckvollen Gewand irgendwo zwischen Social Distortion und den Foo Fighters präsentieren.

Das Debütalbum "Anthems" erscheint im Februar 2013: "Dieses Album ist anders als alles was ich bisher gemacht habe", sagt Sänger Frank Carter. "Mir ist es egal, wenn mich meine alten Fans dafür verteufeln sollten. Es geht hierbei um neue Wege. Und sollte das bedeuten, dass uns auf diesen Wegen nur neugewonnene Fans begleiten werden, dann ist das halt so."

Alben

Pure Love - Anthems: Album-Cover
  • Leserwertung: 4 Punkt
  • Redaktionswertung: 5 Punkte

2013 Anthems

Kritik von Kai Butterweck

Zwei Hardcore-Nerds entdecken den Arenarock. (0 Kommentare)

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