Porträt

laut.de-Biographie

Paramore

Zac Faro ist gerade zarte 14 Jahre, als er sein eigenes Spiel erstmals auf einer hochoffiziellen CD bewundern kann. Paramore nennt sich die junge Punk/Emo-Band, die 2005 ihr erstes Album "All We Know Is Falling" veröffentlicht.

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Amy Winehouse, Oasis, The Killers, Muse und Hayley Williams von Paramore gehören zu den Preisträgern bei den Shockwaves NME Awards 2009.

Zac, sein drei Jahre älterer Bruder Josh (Gitarre) und die frisch aus Mississippi zugezogene Hayley Williams (am Mikro) lernen sich klassisch in der Schule kennen und gründen 2004 die Band. Die Freunde komponieren gemeinsam Musik und geben im nahen Nashville mit dem inzwischen zugestoßenen Bassist Jeremy Davis schnell erste Konzerte. Die faszinierende Mischung aus ihrem sehr jungen Alter und ihrer trotzdem professionell guten Musik verschafft ihnen schnell eine örtliche Fangemeinde.

Ein Konzert in Florida ist für sie schließlich das, was man in jeder Bandgeschichte den Schlüsselmoment nennen kann: John Janick, Gründer des Labels "Fueled By Ramen", beobachtet sie bei ihrem Auftritt und riecht das Potenzial der damals nur ein Jahr jungen Band. "Einige unserer Lieblingsband waren bei 'Fueled By Ramen' unter Vertrag", sagt Hayley. Paramore gehören nun zu diesem illustren Kreis.

Ihre Hingabe und ihre Bühnenpräsenz sind es, die bereits Janick an Paramore mitreißen. Und damit binden sie auch eine immer größere Fangemeinde an sich. Als 2005 das Debüt "All We Know Is Falling" auf den Markt kommt, haben Paramore ein Jahr hinter sich, das in seiner rasanten Schicksalhaftigkeit nicht zu überbieten ist.

Paramore - Paramore
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Eine Verschnaufpause ist ihnen kaum gegönnt. "Spin" und sogar die "New York Times" hören ihr Werk und loben Hayleys enormes Charisma. Tatsächlich vereint sie die Stimmfarbe Avril Lavignes mit der organischen Kraft eines wirklich wütenden Skaters. 2006 tourt die Band unter anderem mit Simple Plan und befördert ihren Ruhm mit einer ausverkauften Headliner-Tour durch Nordamerika im Herbst 2006.

Ausflüge nach Japan und Europa lassen den "NME" hypen, bei Paramore handele es sich im besten Sinne eine junge Krachmacher-Band, der man noch öfter begegnen würde. So kommen sie zum europäischen Ritterschlag. Hayley sei "jung, ausdrucksfähig und habe viel zu sagen". Sie selbst genießt die Next Big-Thing-Bemerkungen der Presse. Josh hingegen gesteht ein, dass in ihrer Gründungszeit alles furchtbar neu für sie als Band gewesen sei.

Unter dem fast väterlichen Schutz des Labels aber hat die Band Muße, sich ihrem neuen Album zu widmen. Mit Killswitch Engage-Produzent David Bendeth entwickeln sich Paramore vom Emo stärker zum jugendlich wütenden und rockigeren Punk. Die Melodiösität bleibt, mehr Tiefe kommt. Statt zu monieren, machen die jungen Amerikaner Aufstand. "Riot!" heißt der Zweitling, mit dem sich Paramore daran machen, ihren Sturm und Drang komplett über Europa zu gießen. "Während wir schrieben", so erklärt es Hayley, "schien es, als strömten unsere Gedanken und Gefühle so schnell heraus, dass wir sie nicht kontrollieren konnten". Diese "rohe Energie" artikuliert sich in den verschiedenen Stimmungslagen, denen "Riot!" Ausdruck verleiht.

Nur kurze Zeit vor der Veröffentlichung ihres zweiten Albums in Deutschland Ende Februar 2008 lassen Paramore ihre Fans allerdings dieses Gefühlschaos am eigenen Leib spüren. Sie brechen ihre Europa-Tournee ab. Wegen interner Angelegenheiten, die das Bandgefüge schon seit Beginn der US-Riot!-Tour malträtierten. Obwohl sie sich zusammengerissen hätten, hätten die Anstrengungen doch nicht gereicht, die komplette Welttour durchzuhalten. Man wolle die persönlichen Probleme zu Hause in aller Ruhe verarbeiten, hiess es.

Alle fünf (mittlerweile ist Zweit-Gitarrist Taylor York dazugekommen) hoffen auf die Unterstützung der Fans. Die können sich derweil mit einem kraftvollen, jungen Punk-Album trösten und hoffen, dass die Band an ihrer atemberaubend schnellen Karriere nicht doch zerbricht.

Und Paramore zerbricht nicht - zumindest vorerst. Im Oktober 2009 erscheint mit "Brand New Eyes" das dritte Album der jungen Ami-Rocker. Erwachsener und teilweise ruhiger kommt es daher. Starproduzent Rob Cavallo (Green Day) sorgte für den letzten Schliff. Der Bekanntheitsgrad von Paramore wächst stetig. Grund dafür ist nicht nur der besonders poppige Sound der Platte. Die Band steuert auch zwei Songs zum Teenie-Epos "Twilight" bei.

Nach der Album-Tournee kommt es dennoch zum Bruch: Das Brüderpaar Josh und Zac Farro steigt aus. Sie sind u.a. sauer darüber, dass sie vom Label bestenfalls als Begleitband von Sängerin Hayley Williams betrachtet worden sind, so das Duo. Zusammen gründen sie die Band Novel American, mit der sie vorerst aber deutlich kleinere Brötchen backen.

Und Paramore? Dort beschließen die restlichen Mitglieder, den Blick nach vorne zu richten und machen vorerst als Trio weiter: An Mikro und Bass bleibt mit Hayley Williams und Jeremy Davis alles gleich, Taylor York wechselt von der Rhythmus- zur Leadgitarre. Das vierte Album erscheint 2013, schlicht "Paramore" betitelt. Der Albumname drücke aus, dass sie sich als Band hätten "neu erfinden" müssen. Soundtechnisch bleiben sie ihrem melodiösen Rocksound, der sie überhaupt erst so weit gebracht hat, aber treu.

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Punkpop-Singalongs mit Hayleys Crew., Zürich 2013 | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) Punkpop-Singalongs mit Hayleys Crew., Zürich 2013 | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) Punkpop-Singalongs mit Hayleys Crew., Zürich 2013 | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) Punkpop-Singalongs mit Hayleys Crew., Zürich 2013 | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen)

Rock am Ring 2013 Frontfrau Hayley Williams und Co. bekommt man hierzulande nicht oft vor die Linse.

Frontfrau Hayley Williams und Co. bekommt man hierzulande nicht oft vor die Linse., Rock am Ring 2013 | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Frontfrau Hayley Williams und Co. bekommt man hierzulande nicht oft vor die Linse., Rock am Ring 2013 | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Frontfrau Hayley Williams und Co. bekommt man hierzulande nicht oft vor die Linse., Rock am Ring 2013 | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Frontfrau Hayley Williams und Co. bekommt man hierzulande nicht oft vor die Linse., Rock am Ring 2013 | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Frontfrau Hayley Williams und Co. bekommt man hierzulande nicht oft vor die Linse., Rock am Ring 2013 | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Frontfrau Hayley Williams und Co. bekommt man hierzulande nicht oft vor die Linse., Rock am Ring 2013 | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Frontfrau Hayley Williams und Co. bekommt man hierzulande nicht oft vor die Linse., Rock am Ring 2013 | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Frontfrau Hayley Williams und Co. bekommt man hierzulande nicht oft vor die Linse., Rock am Ring 2013 | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Frontfrau Hayley Williams und Co. bekommt man hierzulande nicht oft vor die Linse., Rock am Ring 2013 | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Frontfrau Hayley Williams und Co. bekommt man hierzulande nicht oft vor die Linse., Rock am Ring 2013 | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Frontfrau Hayley Williams und Co. bekommt man hierzulande nicht oft vor die Linse., Rock am Ring 2013 | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen)

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