Porträt

laut.de-Biographie

OPM

Zwei Typen treffen sich in einer Bar, albern herum und lachen. Millionenfach geschah so etwas schon und genau auf diese Art und Weise treffen sich 1996 Casper (Geoff Turney) und John e. Necro. Das Kasperle spielt zu der Zeit in einigen Bands der Umgebung und eines Abends schaut John, der zu der Zeit beim Label Island arbeitet, vorbei und hört den Kumpel Gitarre spielen. Spontan entschließen sie sich, zusammen etwas auf die Beine zu stellen.

Caspers Bekannter Matthew (Gesang und Trompete) ist praktischer Weise Besitzer eines Studios und schwuppdiwupps sind es schon drei Bandmitglieder. Bislang ist nur klar, dass die drei sich sehr sympathisch sind, aber wie sich die Mucke anhören sollte, davon hatte keiner einen genauen Plan.

Dies ändert sich aber schnell, als die drei zusammen ins Studio gehen und ein 4-Track-Demo aufnehmen, dass ihnen einen Deal mit dem Major Atlantic einbringt. Die Sachen, die bei den Sessions im Studio entstehen, sind so wirr wie die Anfangstage der Band. Ohne konkretes Konzept quirlen sie alles zusammen, was ihnen gefällt, sei es nun Hip Hop, Punk, Latin oder Crossover. Die Gefahr ist natürlich groß, dass dabei ein Haufen Quatsch heraus kommt, aber das, was dann den Weg auf das Debut "Menace To Sobriety" geschafft hat, klingt verdammt nach Party und guter Laune und alles andere als aufgesetzt. Auf einen Schlagzeuger verzichten OPM und extrahieren sich ihren virtuellen Drummer lieber aus der Maschine.

Die Platte klingt dennoch erstaunlich organisch, gepaart mit dem für Kalifornier eigenen Humor. Mit "Heaven Is A Halfpipe" haben sie sogar die Skaterhymne schlechthin geschrieben, nur leider doof, dass das Ding im Winter veröffentlicht wurde und der Sommer noch so fern war.

Doch dann häufen sich zunächst die Probleme. Nach der "Menace To Sobriety"-Tour trennt sich Gründungsmitglied Matthew von der Band. Ein schwerer Schlag, über den man in der Öffentlichkeit kaum etwas erfährt. Matthews Beweggründe bleiben ungeklärt.

Und damit nicht genug. 2004 trennen sich OPM auch noch vom großen Majorlabel. "Wir kamen schließlich zu einem Punkt, an dem wir realisierten, dass wir mehr Aufmerksamkeit brauchten als sie uns gaben", erklärt John e. Necro. Bei Suburban Noize Records erhofft man sich da schon mehr künstlerische Zuwendung.

Bryan Mahoney alias Big B. ersetzt Matthew am Gesang und endlich kann es auch musikalisch weitergehen. Mit "Forthemasses" erscheint das zweite Album. Wahlweise wie "for them asses" oder "for the masses" lesbar. Als Produzenten gewinnen sie Steve Gallagher für sich, der bereits mit Sugar Ray und Cypress Hill zusammenarbeitete.

Und dann wird auch nicht lange gefackelt. Ein Jahr später folgt bereits "California Poppy". Außer den beiden OPM Urgesteinen John und Geoff herrscht aber leider immer noch keine Beständigkeit. Denn Big B. widmet sich fortan hauptsächlich seinem Soloprojekt und so spielt OPM in stetig wechselnder Besetzung. Bis auf den harten Kern, der alles zusammenhält.

Alben

Videos

Video Video wird geladen ...

Noch keine Kommentare