Porträt

laut.de-Biographie

Nick Carter

In jedem Genre gibt es Ikonen, die wie keine anderen ihre Branche repräsentieren und sich dementsprechend huldigen lassen: Sie bleiben die unumstrittenen Könige und Königinnen für Heerscharen von Anhängern rund um den Globus. Michael Jackson und Madonna regieren den Pop-Zirkus, Joey Ramone ist Punk, und kein Rock'n'Roller wagt sich an den angestaubten Thron von Elvis.

Nick Carter - I'm Taking Off
Nick Carter I'm Taking Off
Nach dem "Now Or Never"-Flop wartet die nächste Bruchlandung.
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Würde man nun die Boygroup-Fans rund um den Globus fragen, wer denn ihr ultimativse Pin-Up-Model darstellt, so könnte die Wahl ziemlich sicher auf Backstreet Boy-Beau Nick Carter fallen.

Wie viele andere Stars wird auch der gebürtige New Yorker bereits im zarten Kindesalter an die große, weite Welt des Showbiz herangeführt. Seine erfolgsorientierten Eltern entdecken schon früh das vermeintlich künstlerische Talent des kleinen Blondschopfs und schleifen den Buben von einem Casting zum nächsten.

Es dauert nicht lange, bis das blonde Kataloggesicht die Verantwortlichen von Film, Funk und Fernsehen überzeugt, und so reihen sich kleinere Studioaufnahmen sowie kurze Film – und Fernsehauftritte aneinander. Sogar bis nach Hollywood führt der Weg, und so spielt er in Johnny Depps "Edward mit den Scherenhänden" einen kleinen Jungen aus der Nachbarschaft. Nicks eigentliche Passion gilt aber der Musik.

Im Jahr 1993 soll dies auch global die Runde machen, als der 13-Jährige das jüngste Mitglied der Backstreet Boys wird. Zwei Jahre später gelingt der internationale Durchbruch, und Nick Carter entwickelt sich zur Gallionsfigur der Band. Was folgt, sind Jahre voller Glitzer und Glamour und ein Leben auf der Überholspur.

Doch Boybands haben in der Regel nur eine begrenzte Haltwertzeit. Spätestens wenn die ersten Bartstoppeln sprießen und sich die jungfräulichen Modelkonturen - dem stressigen Business geschuldet - kantiger gestalten, verschwinden die Poster wieder aus Millionen Kinderzimmern.

Auch die Backstreet Boys können von dieser Entwicklung ein Lied singen, und so bleibt den einzelnen Protagonisten meist nichts anderes übrig, als ihr Heil in der Flucht nach vorne zu suchen und eine Solokarriere zu starten. So auch Nick Carter. Im Jahr 2002 beginnt das Teenie-Idol mit dem Album "Now Or Never" seinen Alleingang und erntet mit einem Faible für rockige Töne nicht überall Applaus.

2004 bündeln die Backstreet Boys nochmals alle Kräfte und versuchen mit dem Album "Never Gone" an alte Erfolge anzuknüpfen. Das gelingt nur teilweise. Während sich die Verkaufszahlen zwar im zweistelligen Millionen-Bereich einpendeln, brodelt es innerhalb der Band.

Nick Carter macht derweil durch sein Privatleben Schlagzeilen. Von der medienträchtigen Liaison mit Hollywood-Starlet Paris Hilton bis hin zur familiären Schlammschlacht innerhalb einer selbst inszenierten Family-Reality-Soap nimmt Nick Carter an so jedem Selbstzerstörungsprozess teil, der ihm angeboten wird.

Der kommerzielle Erfolg der Backstreet Boys vergeht mit den Jahren, und so spielen die letzten beiden Outputs "Unbreakable" (2007) und "This Is Us" (2009) nur noch einen Bruchteil des Erlöses vergangener Scheiben ein.

Auch der jahrelange Jetset fordert seinen Tribut, und so kehrt Nick nach einer Herzkrankheits-Diagnose so ziemlich allem den Rücken, was ein Starleben in der Regel so mit sich bringen kann: "Ich war in Gefahr, also ersetzte ich das Trinken und die Parties durch Sport und Videospiele", so Carter. Mit dieser neuen Maxime macht er sich an die Arbeit und veröffentlicht am 3. Juni 2011 sein zweites Soloalbum mit dem Titel "I'm Taking Off".

Alben

Nick Carter - I'm Taking Off: Album-Cover
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2011 I'm Taking Off

Kritik von Kai Butterweck

Nach dem "Now Or Never"-Flop wartet die nächste Bruchlandung. (0 Kommentare)

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NICK CARTER mit neuem Album zurück!

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