Porträt

laut.de-Biographie

Molotov

Tito Fuentes, Sänger und Gitarrist scharte seine Freunde um sich und gründete Molotov. Seine Mitstreiter sind Mickey Huidobro am Bass, Paco Ayala (Gitarre) und Schlagzeuger Ebright.

Molotov - Dance And Dense Doso
Molotov Dance And Dense Doso
Der einst frische Mexiko-Cocktail ist schal geworden.
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Sie verschrieben sich dem Crossover a la Rage Against The Machine mit englischen und spanischen Texten und vereinzelten Latino-Elementen. Alles in allem eine verrückte, aber interessante Mischung.

1997 erschien das Debut "Donde Jugaran Las Ninas?". Und diese Scheibe hatte es in sich. Sie pinkelten so ziemlich jedem ans Bein, auf den die vier Molotovs nicht so gut zu sprechen waren, allen voran dem konservativen Establishment.

Die Texte auf dieser Platte waren ein riesiger stinkender Furz ins Gesicht aller Spießer und Intoleranten. Aber sie bekamen dadurch nicht nur mit ihren Feinden Probleme, sondern ganz unabsichtlich auch mit der homosexuellen Gemeinschaft in Mexiko. Grund war der Song "Puto", ein abwertender Ausdruck für Schwule, aber auch gleichzeitig eine Slang-Umschreibung für einen Feigling. Es bedurfte einiger Anstrengung, um das Missverständnis zwischen den Parteien aus dem Weg zu räumen. Mittlerweile hat sich besagtes Lied sogar zu einer heimlichen Hymne der mexikanischen Schwulenbewegung gemausert.

Das Establishment reagierte auf die Beschimpfungen mit einem Verkaufsverbot. Molotov wehrten sich jedoch dadurch, daß sie die Platte kurzerhand selbst auf der Straße an die Leute brachte. Als sich dies herumgesprochen hatte, rissen die Fans ihnen die Scheiben nur so aus der Hand.

Der Erfolg wurde immer grösser. In ziemlich allen lateinamerikanischen Staaten war der Name Molotov bald ein Begriff. In Spanien avancierten sie zur erfolgreichsten mexikanischen Band aller Zeiten und auch in Ländern, die nicht spanischsprachig sind, feierten die vier Verrückten unerwartete Erfolge.

Unermüdlich spielten Molotov Gig auf Gig und während sie noch mit dem Debut im Gepäck unterwegs waren, klampften sie nebenher den Nachfolger "Apokalypshit" ein, der mindestens genauso ordinär daher kommt wie sein Vorgänger. Den einstigen Erfolg konnte "Apokalyphit" allerdings nicht überbieten. Trotzdem erspielten sich Molotov eine immer größere Fangemeinde, was sie zu Konzerten rund um den Globus von Argentinien über ganz Europa bis nach Russland gebracht hat. Im Dezember 2001 nahmen sich Molotov eine kleine Auszeit und spielten nur noch die "Watcha"-Tour, das lateinamerikanische Gegenstück zur "Warped"-Tour, und nahmen an den ersten Latin MTV Video Music Awards teil.

2002 gehen sie mit dem südamerikanischen Produzenten Gustavo Santaolalla wieder ins Studio, um das Drittwerk "Eels" einzuklampfen, das allerdings nicht darüber hinaus kommt, alte Rezepte neu aufzuwärmen.

Alben

Molotov - Apocalypshit: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 2 Punkte

1999 Apocalypshit

Kritik von Martin Mengele

Meskalingetränktes Machogegröle - derbe Partystimmung garantiert (0 Kommentare)

  • Molotov

    Die offizielle Seite.

    http://www.molotov.com.mx
  • Fanpage

    Auch auf englisch.

    http://www.coquetelmolotov.com.br/

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