Porträt

laut.de-Biographie

Mob Research

So tragisch Todesfälle in einem Bandgefüge auch sind: Proportional zum Bekanntheitsgrad des entsprechenden Musikers wächst auch die Chance, über diesen Todesfall zumindest einen gewissen Ruhm zu ernten.

Ob das auch im Falle von Mob Research zutrifft, muss sich erst zeigen: Zum Zeitpunkt des Todes von Basser Paul Raven steckt die Gruppe noch in den Kinderschuhen. Den Grundstein legt besagter Raven - der bereits für Killing Joke, Ministry oder Prong den Bass bedient hat - zusammen mit Mark Gemini Thwaite. Der trat bislang als Gitarrist von The Míssion und Peter Murphy in Erscheinung, möchte 2007 aber einen Sound machen, der mehr in die Industrial Rock-Ecke geht.

Da ist er bei Paul an der richtigen Stelle. Zusammen mit dem ehemaligen Queens Of The Stone Age-Drummer Nick Lucero sind die instrumentalen Positionen schnell besetzt. Für den Gesang treffen sie eine eher ungewöhnliche Wahl: Sie stellen den ehemaligen Warrior Soul-Fronter Kory Clarke ans Mikro. Der passt aber perfekt zu dem Sound von Mob Research. Die ersten Songs sind bald im Kasten.

Tragischerweise stirbt Paul Ende Oktober 2007, während er mit Treponem Pal an einem neuen Album arbeitet. Zu der Zeit sind Pauls Bassspuren für Mob Research zwar alle bereits aufgenommen. Dennoch zieht es sich bis Anfang 2009 hin, ehe das Debüt "Holy City Zoo" tatsächlich fertig ist. Zusätzlich zu den zehn Original-Tracks landen noch sieben Remix-Versionen auf der Scheibe.

Ob die Band eine Zukunft hat und ob man sich einen Ersatz für Paul Raven suchen wird, ist zu diesem Zeitpunkt völlig ungeklärt.

Alben

Mob Research - Holy City Zoo: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2009 Holy City Zoo

Kritik von Michael Edele

Melodie, Drive und Groove, über den Gehörgang direkt ins Blut. (0 Kommentare)

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