Porträt

laut.de-Biographie

Miriam Simone

Gut zehn Jahre nach der Jahrtausendwende haben sich manche Dinge immer noch nicht geändert. Reggae-Künstler sind in aller Regel männlich und haben jamaikanische Wurzeln. Eine der raren Ausnahmen heißt Miriam Simone.

Sie lebt im niederländischen Amsterdam, ihre Familie entstammt dem Surinam. "Jeder dort liebt Reggae, aber auch in Amsterdam gibt es eine große, sehr lebendige Szene", blickt sie in einem Interview mit dem jamaikanischen Sender Hype TV auf die Entwicklung ihrer musikalischen Vorlieben zurück.

"Ich hab' immer schon Reggae gehört. Es ist die Musik, in der ich mich wiederfinde. Ich kann auch Soul singen, aber das nimmt einfach nicht den gleichen Platz in meinem Herzen ein." Miriam wächst umgeben von Reggae, Soul und Gospel auf. Schon im Alter von vier Jahren beginnt sie zu singen.

Sie leiht ihre Stimme zunächst verschiedenen Kirchenchören, ehe sie, inzwischen 13-jährig, bei diversen Bandprojekten einsteigt. So steuert sie Backgroundgesang für die niederländische Reggae- und Hip Hop-Formation Postmen bei. Als Sängerin der 2004 gegründeten Combo Dreddayouthz erwirbt sie sich bald den Ruf als Frau mit der goldenen Stimme.

"Dreddayouthz waren in Holland ziemlich bekannt, Postmen in ganz Europa. Aber irgendwann wurde es einfach Zeit für mich, für Miriam, mein eigenes Ding zu machen." Zusammen mit Kollegen hebt sie 2007 ihr eigenes Label aus der Taufe: Dredda Records operiert seitdem von Amsterdam und der surinamischen Hauptstadt Paramaribo aus.

Mit "Uma No Krey" landet Simone in Surinam einen Hit. Ein befreundeter Künstler lädt sie daraufhin nach Jamaika ein. Über Umwege kommt sie mit Bobby 'Digital' Dixon in Kontakt: der Beginn einer fruchtbaren Zusammenarbeit.

Bobby Digital produziert Miriam mehrere Singles, die auf Jamaika reichlich Airplay erhalten, und kümmert sich auch um ihr Debütalbum. Dem geht als Appetithappen die EP "Follow My Dreams" voraus. Mit Träumereien hält sich Miriam Simone allerdings nicht auf.

"Ich kann nicht in die Zukunft sehen, ich leg' alles in die Hände des Allmächtigen", betont sie zwar, gibt aber trotzdem einen Ausblick darauf, was sie der Welt noch zu bescheren gedenkt: "Puren Reggae. Lovers Rock, Roots & Culture, aber mit frischem Wind."

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