Porträt

laut.de-Biographie

Mint Royale

Elektronische Tanzmusik, die sich nicht vor anderen Genres, Live-Einflüssen und Vocals scheut, hat in Großbritannien eine gute Tradition. Beispielsweise mixt Fatboy Slim Dance, Hip Hop und alles was die Pop-Geschichte samplemäßig so hergibt zu amtlichen Party-Tunes. In diese Sparte, Big Beat betitelt, starten anno 1997 auch die beiden Musikstudenten Neil Claxton und Chris Baker aus Manchester, die sich auf einer Weihnachtsfeier wieder treffen. Beide kennen sich aus dem Studium und veröffentlichen Solo-Platten, bevor sie beschließen, The Mint Gun Club (abgeleitet von Hunter S. Thompsons "Fear And Loathing In Las Vegas") zu gründen. Einzige Vorbedingung: nur House-Musik zu produzieren, ist zu wenig.

Mint Royale - On The Ropes Aktuelles Album
Mint Royale On The Ropes
Super-Lava-Lampen-Abzappel-Mucke.

Skint Records releast auch prompt ihr erstes Demo, mehr Aufmersamkeit erregen allerdings die Remixe des Duos. Kenickies "I Would Fix You" landet bei Fatboy Slim auf den Plattentellern und Terrorvisions "Tequila" geht auf Rang zwei der Single-Charts. Nach einem aus rechtlichen Gründen erzwungenen Namenwechsel produzieren Beide als Mint Royale eine Reihe von Singles ("Deadbeat", 1998; "Rock And Roll Bar"/"Who's Your Daddy" und "From Rusholme With Love", beide 1999). "Shake Me" bereitet im selben Jahr das Debüt-Album "On The Ropes" vor. Parallel zur Produktion spielt das Duo im Rahmen einer Club-Tour beim Reading- und beim Leeds-Festival auf. Die Platte avanciert beim Musicmag zum Indie-Dance-Album des Jahres und die geschmeidig melodiöse Auskopplung "Don't Falter" landet auf Platz 15 der Single-Charts - Mint Royales erster wirklicher Hit.

In der Folge kommt das Duo öfter im TV zum Zug, beispielsweise bei Top Of The Pops. Im September 2002 steht der Zweitling "Dancehall Places" in den Läden. Neben Gastfeatures von Pos (De La Soul), Prince Buster oder Jez Williams (Doves) bitten sie Chemical Brothers-Engineer Steve Dub Jones ins Studio. Die Single "Sexiest Man In Jamaica" sorgt nicht zuletzt dank Fatboy Slim bei der Miami Winter Music Conference für Furore und steigt prompt in die britische Top 20 ein. BBC nutzt den Track als Jingle und MTV lässt das Video rotieren. Im Oktober treten Mint Royale erstmals mit Live-Band auf. 2003 folgen eine komplette UK-Tour, im SommerFestival-Dates, u.a. beim Glastonbury.

Im April 2004 nehmen Mint Royale ihr drittes Album in Angriff. Das Duo ist mittlerweile fester Bestandteil der englischen Radio- und TV-Landschaft - dennoch steigt Baker aus. Seine Solo-Ambitionen erscheinen ihm wichtiger und so stellt Claxton die Platte mit der Band alleine fertig. "See You In The Morning" enthält auch eine recht gelungene elektronische Überarbeitung des unsterblichen Gene Kelly-Klassikers "Singin' In The Rain'", den VW zuvor im Werbesport für den neuen Golf verwendet. Vom Studio geht's direkt in den Proberaum, um die nächte Live-Tour vorzubereiten. Anfang 2005 steigt dann MOBO-Gewinnerin Fola als Sängerin ein. Im August steht der sonnig perlende bis partymäßig anschiebende Drittling in den Läden. Im November folgt der straight nach vorne groovenden Single "Wait For You" die zweite, eher zu seichte Auskopplung "The Effect On Me".

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