Porträt

laut.de-Biographie

Men At Work

1982 gelingt der Pop- und Rock-Gruppe Men At Work ein einzigartiges Kunststück: sie belegen als erste australische Band gleichzeitig Platz eins der Single- und Alben-Charts. Die Wurzeln der Formation liegen in Schottland. Zusammen mit seiner Familie siedelt der junge Colin Hay 1967 nach Australien über. Als Partner von Ron Strykert gründet er 1978 ein noch namenloses Singer/Songwriter-Duo, das sich später dank Jerry Speiser (Schlagzeug) und Greg Sneddon (Keyboards) zu einer Band entwickelt.

Doch bereits 1979 steigt Sneddon aus und wird durch Greg Ham ersetzt, der zusätzlich Saxophon und Flöte spielt. John Rees stößt als Bassist hinzu. Bei der Suche nach einem Band-Namen spielen ein zufälliges Baustellen-Warnschild und Straßenarbeiter eine wichtige Rolle: fortan firmieren die fünf Musiker als Men At Work. Als oft gebuchte lokale Combo erspielen sie sich in Melbournes Cricketers Arms Hotel eine rasch wachsende Fangemeinde.

Es kommt zu einem Plattenvertrag mit Columbia Records, und bereits die erste Single bringt auf dem fünften Kontinent den Durchbruch: die Single "Who Can It Be Now?" erobert 1981 Platz eins der australischen Hitparade. Rasch folgt mit "Business As Usual" 1982 ein Debüt-Album, das wie die zweite Single-Auskopplung "Down Under" erneut die Spitzenplätze der Hitparaden belegt. Mit diesen Erfolgen im Rücken drängt es die Band, auch außerhalb ihres Heimatlandes aktiv zu werden.

Columbia Records lehnt das Ansinnen einer Alben-Veröffentlichung in den USA zunächst ab. Doch das Management bleibt am Ball, und es gelingt, "Business As Usual" sowohl in Nordamerika als auch in England auf den Markt zu bringen. Zwecks Promotoion touren Men At Work in den Staaten, und der Erfolg bleibt nicht aus. Im Oktober 1982 stürmt "Who Can It Be Know?" die Hitparadenspitze, und ab November belegt ihr Album für 15 Wochen Platz 1. "Down Under" erscheint als weitere Single-Auskopplung, während der Erstling noch immer in den Hitparaden steht. Auch in England und danach Resteuropa erweisen sich Men At Work als Shooting-Stars.

Den Lohn der Arbeit bedeutet 1983 ein Grammy-Award. Das bereits 1982 produzierte, doch erst 1983 veröffentlichte Nachfolge-Album "Cargo" erweist sich weltweit als weiterer Millionenseller, bestückt mit Hits wie "Overkill", "It's A Mistake" sowie "Dr. Heckyll And Mr. Jive". Doch damit ist bereits der Zenit erreicht, auf den raschen Aufstieg folgt ein lang währender Fall. Nach einer Schaffenspause kommt es zu Umbesetzungen innerhalb der Band, Speiser und Rees verlassen Men At Work. Zwischenzeitlich zum Trio geschrumpft, kommt 1985 das Album "Two Hearts" auf den Markt. Die ganz großen Charts-Erfolge bleiben aus.

Zwischenzeitlich verlässt auch Strykert die Band, danach geben sich in raschem Wechsel verschiedenste Musiker die Klinke in die Hand. Der letzte große Auftritt von Men At Work findet anlässlich der "Band Aid"-Konzerte statt. Schon Anfang 1986 löst sich die Formation auf, und Colin Hay arbeitet an seinem ersten Solo-Album "Looking For Jack". Erst im Jahr 1996 kommt es zu einer kleinen Wiedervereinigung von Gründungs-Mitgliedern, die mit Gastmusikern 1998 auf Tour gehen, auf gute Fan-Resonanz stoßen und das Live-Album "Brazil" herausbringen.

2000 präsentieren Men At Work anläßlich der olympischen Spiele ihren Mega-Hit "Down Under" noch einmal während der Abschlussfeier. Neben seiner Solo-Karriere spielt Hay bei Ringo Starr & His Allstar Band. Schlagzeilen macht 2010 die Entscheidung australischer Richter, die die Band bezichtigt, den Flöten-Part von "Down Under" beim Kindersong "Kookaburra Sits In The Old Gum Tree" aus dem Jahr 1934 geklaut zu haben.

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