Porträt

laut.de-Biographie

Martha Wainwright

Wenn man den amerikanischen Singer/Songwriter Loudon Wainwright III zum Vater und die kanadische Folkmusikerin Kate McGarrigle zur Mutter hat, bringt das wohl unabwendbar eine musische Erziehung mit sich, die eher der Selbstverständlichkeit als dem Zwang entspringt.

Gemeinsam mit ihrem drei Jahre älteren Bruder und späterem Musiker Rufus Wainwright wächst die 1976 geborene Martha im kanadischen Montreal unter dieser prominenten Obhut auf, wo das gemeinsame Musizieren seit ihren Kindertagen zum familiären Alltag gehört

Ihren ersten Schritt ins professionelle Musik-Business macht sie 1998 mit ihrem Song "Year Of The Dragon", den sie für das Album "The McGarrigle Hour" einspielt, das ihre Mutter und ihre Tante Anna McGarrigle gemeinsam veröffentlichen. Im gleichen Jahr agiert sie für ihren Bruder sowohl bei Live-Auftritten als auch bei Studioaufnahmen als Backgroundsängerin, was sie rückblickend als sehr lehrreich einstuft.

Nachdem Martha ihr Schauspiel-Studium beendet hat, zieht sie nach New, wo sie sich schnell in der Singer/Songwriter-Szene etabliert. Die Folk-Einflüsse der Eltern garniert sie mit Country- und Popanleihen und zeichnet sich mit ihren tiefgründigen und persönlichen Lyrics und einer bewegenden und charaktervollen Stimme aus.

In New York lernt sie ihren späteren Ehemann Brad Albetta kennen, der ihre Debüt-EP "Bloody Mother Fucking Asshole" (2004) - dessen Titeltrack dem ungeliebten Vater gewidmet ist - und das anschließende Debüt-Album "Martha Wainwright" (2005) produziert. Das Werk besticht mit kargen wie emotionalen Arrangements aus Piano, Akustikgitarre und Harfe.

Daneben übernimmt Wainwright die Rolle einer Sängerin in James Camerons Spielfilm "The Aviator" (2004), zu dessen Soundtrack sie den Song "I'll Be Seeing You" beisteuert, und präsentiert 2004 dem Publikum des Leonard Cohen-Tribut-Konzerts in der Dome Concert Hall ihre Version des Klassikers "Tower Of Song".

Wie auf dem Erstling ist die Familie auch am zweiten Lonplayer "I Know You're Married But I Have Feelings Too" (2008) beteiligt. Neben ihrer Mutter, der Tante und ihrem Bruder kann sie Garth Hudson (The Band) und Pete Townsend (The Who) für Gastauftritte gewinnen.

2009 veröffentlicht sie "Sans Fusils, Ni Souliers, A Paris: Martha Wainwright's Piaf Record". Initiiert wird dieses Live-Album von dem Produzenten Hal Willner, der bereit für den gelungenen Tribute-Sampler "Lost In The Stars – The Music Of Kurt Weill" (1985) eine illustre Musikerschar für sich aktiviert hat.

2009 bringt die Sängerin ihr erstes Kind zur Welt, 2010 stirbt ihre Mutter. Zwei Ereignisse, die sie in ihrem dritten Studioalbum "Come Home To Mama" (2012) verarbeitet, das unter der Führung von Yuka C. Honda (Cibo Matto) in Sean Lennons Studio in New York entsteht. "Dieses Album habe ich als mutterloses Kind und als Mutter eines Kindes aufgenommen. Für mich stellt es einen Neuanfang dar," erklärt sie auf ihrer Webseite.

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