Porträt

laut.de-Biographie

Mamasweed

Mamasweed - ein Schelm wer hier an Drogenkonsum denkt. Seventies-Rock-Gitarren erklingen im Stakkato, später steigen ein paar streicherähnliche Klänge aus einem unübersichtlichen Soundgemenge auf. Der Gesang versucht mit aller Macht, kraftvoll zu klingen und den Ton zu halten. Ein Schelm, wer zeitweilig auch an Led Zeppelin und Konsorten denkt.

Denn das hier ist Berlin-Kreuzberg im Jahr 2006. Mamasweed ist eine Band mit so vielen Musikern, dass sie sich scheinbar niemals gleichzeitig auf ein Bild zu quetschen vermögen. Stattdessen vereinnahmen sie lieber reichlich Tonspuren. Mamasweed sind zu siebt und haben keine oder kaum bürgerliche Namen: Gogo (Gitarre, Gesang, Mundharmonika), Yensin (Gitarre, Gesang, Mandoline), Kayki (Schlagzeug, Backgroundgesang), Shorty (Bass, Backgroundgesang, Flöte), Oli Benn Joseph (Keyboard, Klavier, Backgroundgesang), Nackt (Gitarre), Arne Augustin (Synthesizer, Keyboard).

Gogo, Yensin und Shorty bilden den Kern der Truppe. Schon 1994 reifen auf einer Tour durch die USA erste Überlegungen für eine neue Band. Zurück in Berlin gründen sie 1994 Mr. Willey's Angel. Auf einer Tour durch Ungarn treffen sie 1996 den Schlagzeuger Kayki. Als 2000 schließlich Oli Ben Joseph hinzu kommt, gründen sie Mamasweed. 2002 richtet sich die Band in Kreuzberg ihr eigenes Studio ein, das eigene Label Mamasweed Music existiert damals auch schon.

Im neuen Studio nehmen sie ihre eigenen Songs auf, sie vermieten es aber auch an andere Bands. 2003 veröffentlichen Mamasweed ihr erstes Album "American Space Cake". Über die "Jägermeister Rockliga" erreichen sie einige Bekanntheit, entscheiden sie die Veranstaltung im Juni 2005 doch für sich. Auch 2006 kommen sie als Titelverteidiger wieder ins Finale. Ein Ergebnis, das die Livequalitäten des Septetts deutlich macht.

Das zweite Album "Electric Zeppelin" produziert Gordon Raphael (u.a. The Strokes), es erscheint im Mai 2006. Mamasweed nutzen ihre instrumentellen Möglichkeiten voll aus. Das Album ist ein wildes Sammelsurium an Grooves und Sounds, die klingen, als wären sie aus der Tiefe der sechziger und siebziger Jahre in die Gegenwart gebeamt worden.

In manchen Percussion-Passagen würde es den Hörer kaum wundern, wenn Mick Jagger jeden Moment "Sympathy For The Devil" anstimmte. Ebenso wartet man zwischendurch auf einen Gastauftritt der Blues Brothers Jim Belushi und Dan Aykroyd. Retro-Kiffer-Rock in allen Spektralfarben zugleich.

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