Porträt

laut.de-Biographie

Louise Attaque

Die Geschichte von Louise Attaque beginnt mit einer ganz anderen Band, nämlich Caravage. Das nach dem italienischen Maler Caravaggio benannte Rocktrio formiert sich 1990 in Paris.

Gaëtan Roussel (Gesang, Gitarre) und Robin Feix (Bass) kennen sich bereits aus der Schule, sie kommen aus der Kleinstadt Montargis südlich der Hauptstadt. Dritter im Bunde ist Schlagzeuger Alexandre Magraff, den die beiden Zugezogenen an der Seine kennen lernen.

Caravage bestehen bis 1994, dann stößt der Violinist Arnaud Samuel zur zur Gruppe und das Quartett nennt sich in Louise Attaque um. Der Name ist eine Referenz an Violent Femmes, dessen Sänger Gordon Gano die ersten beiden Alben von Louise Attaque mitproduziert hat.

Gleichzeitig bezieht sich der Name auf die französische Anarchistin Louise Michel aus dem 19. Jahrhundert. Das selbst betitelte Debüt der Franzosen erscheint 1997. Die Mischung aus Ethnopunk und tiefgründig-düsterem Pop scheint bei der Jugend anzukommen, denn die Scheibe verkauft sich über 2,5 Millionen mal.

So erspielt sich die Combo quasi vom ersten Album an Kultstatus in der Frankophonie. 2000 folgt das Zweitwerk "Comme On A Dit", mit dem sich Louise Attaque als feste Größe in der französischen Musikszene etablieren.

Dieser Erfolg drückt sich auch in Auszeichnungen aus, 1999, 2001 und 2006 gewinnen die vier jeweils einen Award beim französischen Musikpreis Victoire de la musique (den ersten als "beste Band" und die beiden anderen für das "beste Rockalbum").

Auf der Höhe des Erfolgs löst sich die Band 2001 überraschend auf. Als Begründung führen die Mitglieder mangelnde Inspiration und den Hype um Louise Attaque sowie den hohen Erwartungsdruck an.

Fortan widmen sich Roussel und Samuel dem Projekt Tarmac, das zwei Studioalben ("L'Atelier" 2001 und "Notre Epoque" 2003) veröffentlicht. Margraff und Feix hingegen betreiben Ali Dragon. Von dieser Band erscheint 2002 "Le Dernier Cri". Alle Alben erscheinen übrigens beim Atmosphériques-Label.

Aufatmen können die Fans 2003. Die Mitglieder finden wieder den Weg ins Studio, nach einigen Probeaufnahmen erscheint 2005 das dritte Werk "A Plus Tard Crocodile".

Dieses Album produziert Mark Plati, es bedeutet eine Abkehr vom alten Sound in eine eher poppigere, sauberer produzierte Richtung. Im Frühjahr 2007 entschließt sich die Band, erstmals ihre Musik auch in Deutschland zu veröffentlichen. Den Vertrieb übernimmt hierzulande Al!ve.

Der Laden bringt im November 2007 auch die Live-DVD "Ya T'Il Quelqu'Un Ici?!" auf den Markt. Das Konzert im Pariser Zénith wurde bereits im April 2006 aufgezeichnet, zeigt aber eindrucksvoll, welchen Status Louise Attaque in Frankreich inne haben.

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