Porträt

laut.de-Biographie

Lords Of Altamont

Wenn sich ein Label Sympathy For The Record Industry nennt, ist davon auszugehen, dass genau gegenteiliges gemeint ist. Wers trotzdem nicht checkt, für den gibt es den Nachsatz: "Part of the problem since 1988". Auf jenem Label, das schon den White Stripes eine Heimstätte bot, erscheint in Amerika 2003 das Lords Of Altamont-Debüt "To Hell With The Lords".

Die Truppe aus Los Angeles ist zum Teil aus der vor allem in Kalifornien bekannten Surf-Instrumentalband The Bomboras hervor gegangen, in der Frontmann Jake Cavaliere und Gitarrist Johnny DeVilla zockten. Rob Zombies Label Zombie A Go-Go Records kümmerte sich persönlich um die geschäftlichen Belange der Retrorocker.

Den fünf Lords-Mitgliedern, darunter noch Shawn Medina, Gabriel Hammond und Mike Edison, haben es besonders schwere Maschinen und die entsprechenden Bikerfilme angetan, zu denen sich ihr schlammig-psychedelischer 60s-Garage Rock-Sound natürlich hervorragend hinzugesellt. Auch die Cover-Ästhetik ist davon entsprechend beeinflusst und weist deutliche Bezüge zu 60s-Filmplakaten auf. Vom Bandnamen ganz zu schweigen: Beim Gratiskonzert der Rolling Stones in Altamont bei San Francisco starb am 6. Dezember 1969 ein Fan nach einer Massenschlägerei im Publikum, die vom Sicherheitspersonal der Hell's Angels (!) provoziert wurde.

Optisch bevorzugen die Lords hartes, schwarzes Leder, auf den Konzerten kultivieren sie den Gang-Charakter mit Ganz-Rücken-Aufnähern, die neben einem (Familien-) Wappen die Worte "The Lords" und "Rock'n'Roll" featuren. Für die Liner Notes des Debüts setzt sich sogar MC5-Urbassist Michael Davis an den Rechner, und tippte folgende Zeilen nieder: "I am proud to be associated with this talented squad of rebellious rabble rousers who reclaim the golden era of real rock music, the last era of real style, and make it so today."

2005 erscheint das zweite Lords Of Altamont-Studioalbum "Lords Have Mercy" beim Label Gearhead (Hellacopters, Electric Eel Shock), das den feurigen Riffklotz-Reigen weiterspinnt. Klarer Anführer der Band ist Sänger und Farfisa-Spieler Cavaliere, dessen Posing-Qualitäten alleine schon erahnen lassen, in wie vielen Combos er vor den Bamboras und den Lords den Bühnen-Iggy gespielt hat.

Der Legende nach zählen zu seinen Ex-Kapellen die Fuzztones, The Finks, The Witch Doctors, The Go-Nuts, Untamed Youth und sogar die Psychobilly-Heroes der Cramps. Die L.A. Weekly will 2005 jedoch heraus gefunden haben, dass Cavaliere lediglich als Roadie im Cramps-Tross weilte. Egal, die Legende passt. Seine Mitspieler wechseln über die Jahre dagegen ein wenig durch. Das Lords Of Altamont-Debüt "To Hell With The Lords" erscheint 2006 in Europa bei Cargo und bringt die Jungs im Dezember auch auf Tour.

Alben

Fotogalerien

Lords over Switzerland 2006 Großer Posersport: Die Lords nach den natürlichen Thermals in Zürich.

Großer Posersport: Die Lords nach den natürlichen Thermals in Zürich., Lords over Switzerland 2006 | © laut.de (Fotograf: Martin Mengele) Großer Posersport: Die Lords nach den natürlichen Thermals in Zürich., Lords over Switzerland 2006 | © laut.de (Fotograf: Martin Mengele) Großer Posersport: Die Lords nach den natürlichen Thermals in Zürich., Lords over Switzerland 2006 | © laut.de (Fotograf: Martin Mengele) Großer Posersport: Die Lords nach den natürlichen Thermals in Zürich., Lords over Switzerland 2006 | © laut.de (Fotograf: Martin Mengele)
  • Gearhead

    Die Lords beim US-Label Gearhead.

    http://www.gearheadrecords.com
  • Lords Of Altamont

    Offizielle Seite: derzeit out of order.

    http://www.lordsofaltamont.com/
  • Lords' Space

    Bandauftritt mit Tourdaten, Sounds und Videos.

    http://www.myspace.com/lordsofaltamont
  • Jakes Space

    Ganz schön evil: Jake Cavaliere.

    http://myspace.com/jakecavaliere

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