Porträt

laut.de-Biographie

Left Alone

Wenn sich einer schon Elvis Cortez nennt und auch noch Punkrock spielt, muss er schon ein gewissen Durchhaltevermögen und eine gesunde Do-It-Yourself-Einstellung an den Tag legen. Damit hat der Mann aber von Anfang an kein Problem, und so nimmt er bei seiner Band Left Alone quasi alles in die eigene Hand.

Was macht man, wenn man keine Kohle für ein Demotape, aber genügend Songs am Start hat? Ganz klar, man drückt dem Soundfuzzi beim ersten Liveauftritt im Roxy in Hollywood einfach 20 Dollar in die Hand und lässt ihn den Gig mitschneiden. Auch mit kleinen Schritten zum Ziel zu kommen, hat den Gitarre spielenden Sänger aus Wilmington, Kalifornien schon immer ausgezeichnet. Als sich auch nach zahllosen Versuchen kein Label finden will, das seine CDs veröffentlicht, gründet er 1997 einfach Smelvis Records.

Dort erscheint '98 ihre erste EP "Stranded Again", Left Alone sind da noch zu fünft. Neben Elvis spielen Drummer Sal Ibarra, Basser Ruben Medina, Keyboarder/Saxophonist Noe und ein Kerl namens German57 an der Trompete, der aber bald seinen Job als Musiker an den Nagel hängt und lieber Priester wird. Die nächste Veröffentlichung hört auf den Titel "My Mistake" und ist eine Split EP mit Oneshot. Der Titel passt wie die Faust auf's Auge, denn die ersten 1000 Kopien werden fälschlicherweise auf pinkfarbenes Vinyl gepresst.

Bevor sie 2002 endlich ihre erste Full-Lenght-Scheibe veröffentlichen, erscheint eine kurze Split-Single mit Runamuck und auch eine Solo-EP von Elvis, auf der er ein paar Songs für einen Filmsoundtrack geschrieben hat. Der Film erscheint leider nie, dafür aber "Streets Of Wilmington" und bringt einen unterhaltsamen Mix aus Punk und Ska in der Tradition von Rancid, Bouncing Souls oder Elvis Costello.

Da viele Fans inzwischen nach den vergriffenen EPs und sämtlichen anderen alten Songs fragen, erscheint 2003 die Compilation "1996 - 2000", auf der die Sachen zusammengefasst sind. Im selben Jahr bringen sie es sogar zu DVD-Ehren in Form von "Live In T.J", ehe sie 2004 ihre Split-EP-Karriere fortsetzen und mit den Voodoo Glow Skulls kooperieren. Auch ihre dritte eigene EP "All For The Kids" erscheint noch in diesem Jahr.

Ihre zweite, offizielle CD "Lonely Starts & Broken Hearts" veröffentlichen sie 2004 zunächst auch noch selber, doch nachdem sie auf der Vans Warped Tour schon als BBQ-Band mit dabei waren, schlagen Hellcat Records zu. Schon im Jahr zuvor war Elvis als Roadie auf der Vans Warped Tour dabei und verteilte dort kräftig CDs von Left Alone. So steht es quasi außer Frage, dass die Punks auch 2005 wieder Teil des Billings sind, vor allem, nachdem Hellcat Records die Scheibe neu auflegt.

Dort gehören sie fast schon zum Inventar, es gibt sogar eine eigene Smelvis DIY-Stage (do it yourself). Doch auch danach sind sie ständig live unterwegs und teilen sich die Bühnen mit Bands wie den Horrorpops, Duane Peters And The Hunns oder den US Bombs. Im November 2005 spielen sie auch ihre ersten Gigs auf europäischen Boden. Im Anschluss daran starten die Arbeiten am nächsten Longplayer, der für August angepeilt ist.

Natürlich stehen im Sommer 2006 erst einmal wieder die Dates der Vans Warped Tour an, doch dann steht auch schon "Dead American Radio" in den Läden. Gasstars auf der Scheibe sind die Rancid-Fronthupe Tim Armstrong und Horropops-Lady Patricia Day, die nicht nur ihren Kontrabass zupft, sondern auch ihre sexy Stimme erklingen lässt. Kaum ist das Teil aber aufgenommen, steigt Basser Rick auch schon aus und macht Platz für seinen Nachfolger Rudy. Die Arbeiten an einer zweiten DVD laufen momentan.

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