Porträt

laut.de-Biographie

Lail Arad

Lail Arad hat ihr eigenes Mittelchen dafür gefunden, um aus der Masse der Pop-Folk-Damen, der Joni Mitchell-a-likes herauszustechen: Den Humor. "Ich finde, die Welt ist ein ziemlich komischer Ort. Wenn man einen genauen Blick darauf wirft, macht nicht all zu viel Sinn. Meine Art mit schwierigen Situationen umzugehen ist, sie mit einer Priese Salz und Humor zu würzen."

Im Jahr 1983 wird die britisch-israelische Singer/Songwriterin als Tochter des renommierten Industriedesigners und Architekten Ron Aras in London geboren. Inspriert durch ihren Onkel Atar Arad, einem klassischen Violinist, beginnt sie schon während ihrer Schulzeit Songs zu schreiben. Erst auf dem Klavier, später kommen noch die Gitarre und das Kazoo hinzu. "Ich ging auf eine fortschrittliche Schule, Musik bildete dort den Schwerpunkt. An den Wänden waren Aushänge mit Musikersuchanzeigen, wir bildeten ständig neue kleine Bands, übten Coverversionen. So fing das alles an."

Ihre Inspiration findet sie in den Geschichten, die in unserer seltsamen Welt geschehen und in den Songs alter Größen. "Was meine Freunde in den 1990ern hörten, ging an mir irgendwie vorbei. Ich war damit beschäftigt, mir alle Songs von Simon & Garfunkel, Joni Mitchell, The Kinks und vieler anderer beizubringen."

Die erfrischende Art, mit der die humorvolle Antwort auf Martha Wainwright von Anfang an ihre Auftritte angeht, bringt ihr schnell einen guten Ruf in der Londoner Musikszene ein. Eher durch Zufall kommt sie aber fernab der Heimat bei dem französischen Label Notify unter.

In der Folge spielt sie auf der Weihnachtsfeier der Designerin Stella McCartney, Tochter eines Pilzkopfs. Ihr Debüt "Someone New" beginnt von hier aus seinen langsamen Erfolgszug durch Europa. Erliegen ihm zuerst nur England und Frankreich, kommt es im Mai 2012 auch in Deutschland auf den Markt.

"Ich habe nie geplant Lieder zu schreiben, die komisch sind. Ich bin schließlich kein Comedian. Ich versuche so ehrlich wie möglich über Sachen, die ich erlebe oder erfahre, zu schreiben, und manchmal kommt es dann humorvoll rüber, besonders wenn es um Beziehungen geht. Schreibt man über Details, die jedem vertraut sind, und spricht offen darüber, dann sehen die Leute oft den komischen Aspekt darin, auch wenn sie vielleicht zuerst vielleicht betrübt sind. Viele meiner Lieblingskünstler, wie Jonathan Richman oder David Byrne, schreiben Texte voller Humor, selbst wenn die Themen oft eher traurig sind." Lail Arad lässt Dich lachen und weinen, oft beides zur gleichen Zeit.

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