Porträt

laut.de-Biographie

King Cannons

Schwer tätowiert, mit Feinripp unterm Hemd und reichlich Bingo Bongos im Background: Sechs Australo-Neuseeländer huldigen dem 50s-Vibe und lassen sich dabei von Größen wie Bruce Springsteen und Joe Strummer inspirieren.

Luke Yeoward wächst in Neuseeland auf. Seine Mutter kümmert sich um den Haushalt, während sein Vater tagein, tagaus im Sägewerk schuften geht, um die kleine Familie über Wasser zu halten. Luke ist gerade zehn Jahre alt, als er von seiner Mutter, die selbst hin und wieder ein bisschen Gitarre spielt, seinen ersten akustischen Sechssaiter geschenkt bekommt.

Er bringt sich das Spielen selbst bei und beginnt, Songs von Neil Young und Cat Stevens zu covern. Mit einem kleinen Liedgut-Repertoire und aufgehaltenem Hut mischt er sich fortan unter die Nachbarschaft und verdient sich seine ersten Dollars.

Kaum in der High School angekommen, gibt es für Luke kein Halten mehr. Mit Gleichgesinnten gründet er in den folgenden Jahren eine Vielzahl von Bands, die es mit rebellischen Streetpunk-Klängen aber nie über die Stadtgrenzen hinaus schaffen.

Luke ist frustriert. Er hat die Schule geschmissen und arbeitet halbtags bei seinem Vater in der Fabrik. Es vergehen einige Jahre, in denen er zunehmend zweifelt, ob die Musik ihn je aus der Tristesse seines Alltags wird befreien können.

Im Jahr 2007 trifft er dann auf den Gitarristen Rob Ting und den Bassisten Jonno Smith, zwei ebenso Rock'n'Roll-Verliebte, die das schon fast erloschene Musik-Feuer von Luke wieder zum Entfachen bringen. Im Laufe der folgenden drei Jahre gesellen sich noch drei weitere Rastlose hinzu, und plötzlich nennt Luke endlich die Band sein Eigen, die ihn in die weite Welt tragen soll: "Die Truppe machte mir wieder ordentlich Feuer unterm Arsch", so der Sänger.

Von Auckland geht es erst einmal nach London und wieder zurück nach Melbourne, wo die Band heimisch wird. Mit rohem Postpunk-Rock geht das Sextett in die Vollen und veröffentlicht im Jahr 2010 ihre selbstbetitelte Debüt-EP.

Die Resonanz fällt überwältigend aus, auch bereits etablierte Szene-Größen klopfen den sechs anerkennend auf die Schultern. Einer von ihnen ist Shihad-Drummer Tom Larkin, der nebenbei als Produzent fungiert und die Band ein Jahr später ins Studio lotst, um das Debütalbum in Angriff zu nehmen.

"The Brightest Light" erscheint im Juni 2012. Frontmann Luke erinnert sich an die Aufnahmen: "Wir haben das komplette Album live eingespielt, und oftmals genügte bereits der erste Take, auch wenn es hier und da vielleicht noch etwas hakte. Uns war aber wichtig, aus dem Bauch heraus zu arbeiten und so viele Momentaufnahmen wie möglich weitestgehend unbearbeitet stehen zu lassen."

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