Porträt

laut.de-Biographie

Karate

Das Bostoner Trio Karate ist eines jener typischen Gewächse des amerikanischen Underground. Sie stehen für experimentellen Alternative, wie er vom Chicagoer Imprint Thrill Jockey von Bands wie Tortoise seit Jahren kultiviert wird. 1993 gründen Sänger und Gitarrist Geoff Farina, Bassist Eamonn Vitt und Schlagzeuger Gavin McCarthy Karate in Boston. Alle drei bringen reichlich musikalische Vorbildung mit.

Kein Wunder, dass das erste Release, die Single "Death Kit/Nerve" nur einige Monate auf sich warten lässt und 1994 auf dem Label Self Starter Foundation erscheint. 1995 stößt mit Jeff Goddard, der ebenfalls auf ein Musikstudium zurückblicken kann, ein weiterer Bassist zu Karate, so dass Vitt auf die zweite Gitarre umsteigt. In dieser Besetzung spielen Karate 1996 ihr selbstbetiteltes Debüt ein, das auf Southern Records erscheint. Endlose progressive Rocksongs prägen den Longplayer.

Auf dem Nachfolger "In Place Of Real Insight" geben sich Karate im Jahr darauf zugänglicher und zielstrebiger. Kurz darauf verlässt Vitt die Band, um ein Medizinstudium aufzunehmen. Der Sound von Karate sucht danach mehr und mehr den Crossover zum Jazz und muss sich den Vorwurf der Kopflastigkeit gefallen lassen. "Reverse Eclipse" 2000 und "Some Boots" 2002 verzichten fast gänzlich auf rockende Grooves und schwelgen dafür in leichten Improvisationen.

2004 erhalten Karate eine Einladung "In The Fishtank" zu performen. Sonic Youth und Motorpsycho erwiesen der Improvisations-Reihe ebenfalls schon die Ehre. Karate nutzen den gebotenen Freiraum und rocken mit einer Dylan-Coverversion im Anschlag schnörkellos drauf los. Langes, ausuferndes Improvisieren muss auf "In The Fishtank 12" keiner fürchten.

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