Porträt

laut.de-Biographie

Justine Electra

"Soft Rock is where we live, the earth, and it's also another word for the heart. Its the kind of music all girls should play to their boyfriends, to let them know how they feel."
Das sind die Worte von Justine Electra. 2001 zieht es die Australierin von Melbourne nach Berlin. Inspiriert von antibürgerlichen Lebensformen und dem neuen, faszinierenden Großstadtgetümmel erscheint 2006 mit "Softrock" ihr Debütalbum. Sowohl lokale Presse als auch die englische Hype-Maschinerie äußern sich vorwiegend positiv über das vielfältige Klangerlebnis zwischen Pop, Rock, Soul, R'n'B und Elektronikbeats.

In einem australischen Hippie-Dorf studiert Justine Carla Electra Beatty, ja, das ist ihr richtiger Name, zeitgenössische Musik. In Berlin wohnt sie zunächst mit ihrer dicken, schwarzen Katze Rosie in besetzten Häusern, verständlich, bei ihrem pazifistischen Freiheitsdrang, und hält sich finanziell als Techno-Djane über Wasser. Des weiteren singt sie für das Sonarkollektiv und kollaboriert mit Tarwater und Static. Nebenbei schreibt sie ihre Songs und führt sie in kleineren Clubs dem Publikum vor. Ihr Songgut veröffentlicht das Blumenkind anfangs im Eigenverlag. Wie der Zufall es will (oder nennen wir es Schicksal) trifft sie auf einem ihrer Konzerte Christof Ellinghaus vom Berliner City Slang-Label und verkauft ihm ein Sechs-Track- Demo Tape für zehn Euro. Der Rest erklärt sich von allein. Begeistert sind die Plattenmacher, und der Vertrag ist schnell unterschrieben.

Bereits mit acht Jahren schreibt Justine ihre Gedanken auf Papier. Die Familienode "Mom + Dad + Me + Mom" hört man nun auf "Softrock" - ihre Mutter war schon immer der Meinung, dass ihre Tochter ein Genie ist. Neben den Frühwerken von Barbara Morgenstern inspiriert sie am meisten die Zusammenarbeit mit Tarwater. Hier lernt sie Praktisches über die Musikproduktion im Allgemeinen und über die Klangästhetik, die bei ihren eigenen Aufnahmen immer wieder zu hören ist. Ein Knacksen lässt sie gerne mal drin, das klingt dann auch so schön Lo-Fi, und du merkst, der Loop wiederholt sich.

Musikalisch wechselt sie häufiger die Stilrichtung, genauso entnimmt man auch ihren Texten unterschiedliche Perspektiven und Eindrücke. Die untermalt sie mit ihrer Stimme, die hier und da auch gerne mal verzerrt klingt. In "Killalady" setzt sie sich gegen das Bild der Frauen im Hip Hop-Bereich zur Wehr; der ewige Zweierbeziehungskrieg wird hier ebenfalls zum Thema und der Rosenkrieg von Whitney Houston und Bobby Brown als Vorlage gebraucht. Egal ob Märchen oder Wirklichkeit, Rock oder Soul, Justine Electra wird noch vielen Menschen auf der Welt aus ihrem bewegten Leben erzählen.

Alben

Justine Electra - Softrock: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2006 Softrock

Kritik von Jasmin Lütz

Folk mit tüchtigen Elektrobeats aus Berlin. (0 Kommentare)

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